Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 54 (1898)
- Issue
- 10 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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iZWF rSIa',1 MMkth. Ein Monatsblalt für Israeliten und Freunde Israels. kört Wr. ly. — 54. Jahrgang. — 1898. Inhalt: Zu Kol. I, 12 ff. — Neues aus Abessinien. — Verstoßen und angenommen. — Eine Missionsfestrede über Matth. 5, 13. — Über die bevorstehende j^alästinafahrt unseres Kaisers. — Zum Nachdenken. — Aus der jüdischen Presse. — Bücherbericht. — Briefkasten. — Empfangsbescheinigung. Ju Kol. 1,12 ff. Daß Du nicht in Furcht und Bangen I Bist versunken und vergangen: IDem verdankst Du's? Gott allein. Aus wievielen Kümmernissen Hat Sein Arm Dich schon gerissen! willst Du Ihm nicht dankbar sein? Ehe Du zu Ihm gekommen, Hat Lr längst Dein Schrei'ri vernommen, Sah Lr Dich und dachte Dein. LH' die Bitte noch gesprochen, Hatte Er Dein Joch zerbrochen, willst Du Ihm nicht dankbar sein? Als mit ungestümem Toben Zornig sich die Wellen hoben, Sprach Lr tröstend: „Du bist mein." Aus den dunklen Todeswogen Hat Dich Seine Hand gezogen, willst Du Ihm nicht dankbar sein? Für der Seele schweren Schaden Gab Er Dir den Sohn aus Gnaden, Machte Dich von Sünden rein, Zeigte Dir den Fimmel offen, Schenkte Glauben Dir und hoffen, willst Du Ihm nicht dankbar sein? (Nach Ernst Fischer.) Neues aus Abessinien. II. Möge dieser Brief gelangen an unfern verehrten und geliebten Vater Martin Flad, den Boten und Arbeiter ICsu Christi. Darum, dieweil wir ein solches Amt haben, nachdem uns Barmherzigkeit widerfahren ist, so werden wir nicht müde. 2 Aor. \. Lieber Vater und £)en-! Gott hat Sie nach Seiner großen Barmherzigkeit von: fernen Europa zu uns, den verlorenen Schafen aus Israel, gesandt, damit wir alter Sauerteig ein Süßteig und gerettet werden. Darum preise ich die Güte Gottes, weil Cr durch Ihre große Mühe und Arbeit auch mich vom Tod zum Leben, von der Finsternis zum Licht durch das Evangelium IEsu Christi gebracht hat, und wir wollen nicht müde werden, IEsum Christum, der uns erlöst hat und uns arme Sünder zu Gnaden angenommen, unseren Landsleuten zu verkündigen. Unsere Berichte werden Sie erhalten haben. Seit jener Zeit haben wir keine größeren Missionsreisen gemacht; aber an Gelegenheit fehlt es uns nicht, Zeugen Christi zu sein, zu verkündigen, daß wir nur allein durch Ihn gerettet werden. So kamen bald nach Abgang jener Berichte 3 Falaschas von Amba Tfchara zu uns. Mir nahmen