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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 7 (1898) · page 1

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Journal
Dibre Emeth
Volume
54 (1898)
Issue
7 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Mr. 7, — 54. Jahrgang. — 1898. Inhakt: Ein Gedankenaustausch. — Das 90. Iahresfest der £. I.-M. — James Barnet Lrighton Ginsburg. — Td. Heußer über Röm. 9—11 — ITlifftonsetfer. — Zu 2. Mose 34, 29. — Zu fs. U9, 72. — Zu I. Aor. J[3. — Das goldene Kalb bei Juden und Christen. — Zur Ergänzung der Ausführungen über das Gewissen in Nr. 5. — Bücherbelicht. — Briefkasten. — Empfangsbescheinigung. — Anerbieten. Ein Gedankenaustausch. Sie sollten den Antisemitismus vom allgemein menschlichen Standpunkt aus bekämpfen. Dann wäre Ihre Thätigkeit eine wirklich dankenswerte. — Erfahrungsmäßig bekämpft man das Böse am besten, wenn man das Gute an seine Stelle setzt. Die Wurzel alles Bösen, auch des Hasses, ist die Selbstsucht oder Selbstvergötterung, während alles Gute, auch die wahre Menschenliebe, aus der Gemeinschaft mit dem höchsten Wesen hervorgeht. Darum darf man bei eitlem Feldzug gegell den haß von der Religion und von Gott, der ewigen Liebe, nicht absehen. — So begnügen Sie sich wenigstens damit, von allgemeinen Religionsgedanken auszugehen! Lasten Sie die christliche Religion aus dein Spiel! — Nach meinem Dafürhalten besitzt die Religion im echten, biblischen Lhristentum die herrlichste Erscheinungsform. Wie könnte ich mit dem Dämmerlicht zufrieden fein, wenn ich das strahlende Wittagslicht genießen darf? — Seit Sie zrun letzteninal hier waren, bin ich durch Christen in meinem Widerspruch gegen die christlicheil Lehren bestärkt worden. Einige herrell, mit denen ich am Osterfest in einem pferdebahnwagen saß, machten sich über die Lehre von der Auferstehulig Ehristi lustig und erklärten, die Wiederbelebung eines Toten sei ganz unmöglich. — Sie werden doch nicht jedes fade Geschwätz auf der Pferdebahn beachten! Was würden Sie von einem Lhristen sagen, der sich in seiner Beurteilung des Judentums durch die Schmähungen desselben vonseiten eines abgefallenen Juden bestimmen ließe? — Aber die Auferstehung eines Toten ist ja undenkbar. — Wanchen Afrikanern scheint es unmöglich zu sein, daß Wasser erstarren, zu Eis werden könne. Wir aber erleben dies alljährlich. Wieviele Dinge, die noch vor ^00 Jahren für unmöglich gehalten wurden, sind dank den Erfindungen der Neuzeit unbestreitbare Wirklichkeiten! Ob Sie an die Auferstehung IEsu glauben oder nicht: sie ist eine feststehende Thatsache, besser verbürgt als manches andere Ereignis der Weltgeschichte. Weil IEsus den Tod überwunden hat, kann er unser HEiland sein und Wunderkuren an uns verrichten. — Wäre IEsus der HEiland der Welt, so dürfte es keine Uriege mehr geben, wie jetzt erst wieder ein solcher ausgebrochen ist. — Ein Arzt ik'nrl Rihlinmpl/ 00 T7T OQ

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