Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 54 (1898)
- Issue
- 4 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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WMM Wöre Wmelh ♦ Ein Jttonatöblfitt für Israeliten und Freunde Israels. Nr. 4. — 54. Jahrgang. — 1888. Inhalt: Zwei Könige. — Die Sonne der Gerechtigkeit. — Die israelitische Geschichtsschreibung. — Eine Leichenfeier auf hoher See. — Joseph picf. — Zum Nachdenken. — Kleine Missionszeitung. — Briefkasten. — Todesfälle 189?. — Empfangsbescheinigung. Zwei Könige. (D Tod, wie bist du bitter! (!) Tod, wie bist du kalt! Du greifst hinein ins Leben mit furchtbarer Gewalt. Du knickst die junge Blüte. Du brichst den starken Baum. Du dringst in Schloß und X^ütte und in den engstell Raum. Ulld wo du kommst, ist Bangen, und wo du gehst, ist Schmerz, Und wo du weilst, ist Schrecken fürs arme Menschenherz. Du König aller Schrecken, du Ursprung großer Not, Kann uns denn nichts bewahren vor deiner Macht Gebot? Gibt es denn kein Entrinnen unb keinen Trost der Pein? Ist keüler denn erschienen, der Helfer könnte sein? Ja, (Einer ist gekommen, der siegreich überwand, Der aus des Todes Ballden das Leben wiederfand, Der deiner Macht das Szepter und deinem Reich den Sieg Und deiller Furcht den Stachel entriß in schwerem Krieg. Tr, der an: Kreuzesstamme des Hügels Golgatha Der ganzell Welt zum Heile dir fest ins Auge sah, Hat herrlich überwullden die dunkle Grabesnacht Und unvergänglich Wesen uns an das Licht gebracht. Weil er in diesein Streite der Sieger blieb unb Held, So ist sein Reich doch größer, und ihm gehört das Feld. Dir ist die Macht genommen und dir das Reich geraubt: Ls dringt vom Tod zum Leben, wer lebt und an ihn glaubt, wer unter ILsu Szepter hier mit dem Tode ringt, An dem versucht vergeblich der T-d, wie er ihn zwingt. Des Todes Furcht und Schrecken, sie fallen für ihn hin, Denn Lhristus ist sein Leben und Sterben sein Gewinn. Ihm stehet treu zur Seite der Lebensfürst allzeit Ulld führt ihn aus dein Tode zur sel'gen Ewigkeit. (Nach Lrnst Sack.) Die Sonne der Gerechtigkeit. Der gewaltige Lichtkörper, welcher von uns das Gestirn des Tages genannt wird, kommt in der heil. Schrift als ein Bild Gottes vor. „Gott der HGrr ist Sonne und Schild," lesen wir ps. 8^. „Der HLrr gibt Gnade und Ehre. <Lr wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen." Aber auch der eigene und eingeborene Sohn Gottes, der allen andern Gotteskindern vorangeht, erscheint in der Bibel als eine Sonne. Mal. 3,20 {%2) heißt es: „Euch aber, die ihr ineinen Namen fürchtet, wird anfgehen die Sonne der Gerechtigkeit und