Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 54 (1898)
- Issue
- 1 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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T > &CTÜ 4 \m/ rnelh. Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Mr. 1. — 54. Jahrgang. — 1888. Inhalt: Lin Wort von Matthias Claudius zunr Ncujcihrstage. — Israels Vorzug. — Die Hugenotten und die Evangelisation Israels. — Herzogin Agnes von Sachsen-Altenburg. — Jesu, hilf siegen! — Zu l. pztri 5, JO. — Jüdische Chronik. — Zur Stcnislik. — Bücherbericht. — Bitte. Ein Wort von Matthias Claudius zuw Neujahrstage. 's ist ein gar herrlicher Tag, der Neujahrstag. Ich kann's sonst wohl leiden, daß einer 'n bischen patriotisch ist und andern Nationen nicht hofiert. Bös muß man freilich von keiner Nation sprechen; die Alugen halten sich allenthalben stille, und wer wollte um der lauten Herren willen 'n ganzes Volk lästern? Wie gesagt, ich kann's sonst wohl leiden, daß einer so 'n bischen patriotisch ist. Aber Neujahrstag ist mein Patriotismus mausetot, und 's ist mir an dem Tage, als wenn wir alle Brüder waren und einer unser Vater, der im Fimmel ist, als wären alle Güter der Welt Wasser, das Gott für alle geschaffen hat. Israels Vorzug. <£s ist zur Zeit in gewissen ,gebildeten" Kreisen Mode geworden, Lhristum mit Buddha und die Lehren der christlichen Religion mit den Lehren des Buddhismus in parallele zu stellen, ja, sogar zu behaupten, manche Erzählungen und Lehren des Neuen Testaments hätten im Buddhismus ihre Quelle. Es gehört die oft sehr große und beklagenswerte Unbekanntschaft unserer „Gebildeten" mit dem Neuen Testament dazu, um solche Mode mitmachen zu können. Denn der Buddhismus ist ja gar keine Religion, weil er atheistisch ist. Das Neue Testament aber lehrt ebenso wie das Alte einen persönlichen Gott, der Fimmel und Erde geschaffen hat und erhält und mit seinem Lebenshauch durchweht, der da tötet und wieder lebendig macht nach seinem Willen, der alle Völker regiert und also leitet, daß es denen, die an ihn glauben und seinem Willen gehorchen, zu gute kommen muß, der gnädig und barmherzig, geduldig und von großer Güte und Treue ist, der nicht handelt mit uns nach unfern Sünden und uns nicht vergilt nach unseren Missethaten, aber in heiligem Zorn entbrennt gegen die, welche seine Gnade verachten, der die Welt erlösen will von ihrer Sünde und dem Verderben, das die Sünde über sie bringt, der sie in das Reich seiner himmlischen Herrlichkeit führen will, aber diejenigen, die nicht an ihn glauben wollen und fortgesetzt sich weigern, sich von ihn: führen zu lassen, im letzten \U(r\ ftihiinhhok C)i HL 8