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Dibre Emeth · 1897-01-01 · Heft 12 · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
53 (1897)
Issue
Heft 12
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Lbre Wmeth Ein Monntsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Wr. 12. — 53. Jahrgang. — 1897. Inhalt: Lin Lieblingslied Kaiser., Friedrichs III. — Michael Solomon Alexander. — Line Missionspredigt M- S. Alexanders. — Über den Baseler Ziomstenkongreß. — Lin Rechtsanwalt als Religionsanwalt. — Die Glaubwürdigkeit der Bibel. — Zu )es 2, 2 f. — Zu 2. Kor. 3, J(5 f. — Kannst Du deren? — Kleine Missionszeitung. — Empfangsbescheinigung. Ein Liebtingslied Kaiser Friedrichs III. war (£. Wesleys „Jesu, lover of my soul.“ Wir haben dasselbe bereits j(889 in den „D. E." deutsch wiedergegeben. Rürzlich veröffentlichte eine kirchliche Zeitschrift eine andere, freiere Übersetzung, welcher eine andere Einteilung der Verse zu Grunde liegt. Dieselbe lautet folgendermaßen: „Jesus, Heiland meiner Seele, Laß an Deine Brust mich flieh'n, Da die Wasser näher rauschen Und die Wetter höher zieh'n! „Birg mich in den Lebensstürmen, Bis vollendet ist mein Lauf! Führe mich zum sichern Läufen, Nimm dann meine Seele auf! „Andre Zuflucht Hab' ich keine: Zagend hoff' ich nur auf Dich. Laß, o, laß mich nicht alleine! Hebe, Herr, und stärke mich! „Nur zu, Dir steht mein Vertrauen, Daß kein Übel mich erschreckt. Mit dem Schatten Deiner Flügel Set mein wehrlos Haupt bedeckt. „Gnad' um Gnade, volle Sühnung Lind in Dir. o Jesu, mein. Laß die Heilung mich beströmen! Nimm gereinigt mich hinein! „Du bist ja des Lebens Duelle, Die den Durst auf ewig stillt. Lei der Born in meinem Herzen, Der zum ew'gen Lichte quillt!" Derselben Quelle entnehmen wir eine Erzählung zu diesem Liede, welche beweist, daß dasselbe einmal in Nordamerika einem Menschen das Leben gerettet hat. Es war an einem Sommerabend des Jahres \88\, als einige Freunde auf einem Dampfschiffe den potomacfluß hinunterfuhren. Einer der Herren erfreute die Reisegesellschaft durch beu Gesang mehrerer schöner Lieder. Er schloß mit „Jesus, Heiland meiner Seele," wobei er einen besonderen Nachdruck auf die letzten Worte des vierten Verses legte. Nachdem die letzten Töne verklungen waren, folgten einige Augenblicke feierlicher Stille. Alle Zuhörer waren tief bewegt, plötzlich trat ein Herr, der in einiger Entfernung gestanden hatte, herzu und fragte den Sänger: „Rümpften Sie nicht mit im letzten Rriege?" „Ja, mein Herr," gab der Angeredete zur Antwort. „Ich kämpfte unter General Grant?' „Gut," sagte der Fremde, „und ich kämpfte auf der anderen Seite als Ihr Feind. Wenn ich mich nicht täusche, sind es in diesem Monat 28 Jahre, daß ich Ihnen einmal unmittelbar gegenüberstand. Es war eine klare Sommernacht wie heute. Sie standen auf Vorposten in meiner nächsten Nähe. Wir

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