Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 53 (1897)
- Issue
- Heft 11
- Date
- 1897-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Ar. 11. — 53. Jahrgang. 1887 Inhalt: Lin Gebet. — weitere Briefe aus Abessinien. — Aus dem 89. Jahresbericht der t. I.-M. — Zu!. Mofe 32, 24 ff. — Zu Phil. 4, 6. — Lin Gottesleugner. — Zum Nachdenken. — Zur Statistik. — Bücherbericht. ' Hin Laß Du mich stille werden, Mein HLrr und Gott, Nur Deine Stimme hören In Glück und Not! Bring' alles eig'ne wollen In mir zur Ruh', Und meines Lebens Fragen Entscheide Du! Gebet. wenn ich den weg nicht finde In dunklem Streit: Leucht' mir mit ew'gem Lichte Durch diese Zeit! Reich' mir die Gnadenhände Bei meinem Lauf! Zieh' Blicke und Gedanken Zn Dir hinauf! Laß einst in Deinen Hütten Den Müden ruh'n! Schenk' mir die Glaubenshoffnung: Du wirst es thun! (Helene Gräfin Waldersee.) Weitere Briefe aus Abessinien. II. Dieser Brief gelange an unfern Herrn und Vater Martin Flad, der erwählt ist, das Licht des Evangeliums dem Haufe Israel zu offenbaren. wir, Ihre Söhne, befinden uns in vielen Leiden und Trübfalen, aber Gottes wort und feine Verheißungen geben uns Kraft, zu dulden. David sagt: „Die mit Thränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen, und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben." An solchen und ähnlichen Worten kräftigen wir uns und werden daher nicht müde, zu arbeiten. Da die Brüder Ihnen über unsere Heimreise und unsere gewöhnliche Arbeit berichtet haben, will ich Ihnen einiges schreiben über eine Missionsreise. Tasama heilu und ich wollten nach Segie gehen, wir hatten gehört, daß dort Falaschas wohnen. In Tuarata am Zanasee verweilten wir 3 Tage bei unfern proselyten. wir lasen das Wort Gottes mit ihnen, erklärten es ihnen und beteten mit ihnen. Unser Wort fiel auf ein dürres, hungriges Erdreich. Gott gab uns und ihnen viel Segen. Da Ostern nahe war, hatte aller Verkehr mit Segie aufgehört, und wir fanden keinen Botsmann willig, uns nach Segie zu bringen. So mußten wir wieder nach Abune Harra zurück. Nach Ostern reisten wir nach Mätscha. Von dort wurden wir von