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Dibre Emeth · 1897-01-01 · Heft 7 · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
53 (1897)
Issue
Heft 7
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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56 Zu Matth. 7- 16 f. Lin vornehmer heidnischer Hindu schreibt in einer indischen Zeitung: „Ls würde der größte Undank sein, wollten ich und meine Landsleute den christlichen Missionsgesellschaften nicht von Kerzen dankbar sein für die wohlthaten, die sie Indien erwiesen haben. Die Missionare sind in Indien die Bahnbrecher jeder sozialen und sittlichen Reform gewesen. Ohne die Hilfe der christlichen Missionare hätte die indische Regierung nicht den zehnten Teil des Guten schaffen können, das in Indien geschehen ist. Die Missionare haben zuerst Hochschulen für die Erziehung der Hindus eingerichtet und zuerst Mädchenschulen, Hospitäler und Schulen für die gemißhandelten Hinduwitwen gegründet. Reine Macht hat Indien so wohlthätig beeinflußt wie die christlichen Missionsgesellschaften." — Aus Jerusalem wird der Tod einer kleinen Jüdin, einer früheren Schülerin der Missionsschule, berichtet. Das Rind führte in jüdischer Umgebung ein christliches Leben. Ls sprach beständig von dem, was es in der Schule gelernt hatte, sang die dort eingeübten Lieder und betete mit andern Rindern. Ls sehnte sich auch darnach, getauft zu werden, doch sollte dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen. Als das Mädchen gestorben war, sagten die Eltern: „was für eine herrliche Rraft muß die christliche Religion besitzen, wenn sie Rinder in solcher wunderbaren weise zu erziehen vermag!" Sie baten um die Aufnahme einer jüngeren Schwester der Entschlafenen, damit sie ebenso erzogen würde wie diese. Aus der jüdischen Presse. Gerade die spezifisch jüdische Volksschule und deren weiterer Ausbau sollte die Aufmerksamkeit der maßgebenden Gemeindeorgane auf sich lenken. Mehr als jede andere Institution ist diese dazu geeignet, den jüdischen Geist zu erhalten. Der gesamte Unterricht sollte von dem fauche des jüdischen Geistes durchdrungen sein/ ' (A. Z. d. I. *897, Ho. jo.) 2. Die Gründung von Rabbinerverbänden ist das einzige Mittel, der religiösen Anarchie im Judentum ein Ende zu bereiten. Ein Rabbinerverband soll das höchste Forum werden für alle religiösen Fragen. (Lbend. Ho. \5.) 5. Wenn von jeher die Juden als gegensätzlich zur übrigen Landesbevölkerung betrachtet werden, so lassen sich dafür manche geschichtlichen Gründe anführen. Liner der hervorragendsten ist, daß sie nicht seßhaft die vaterländische Scholle bearbeiten. (Lberld.) 4« Ist die Urgeschichte des Lhristentums im Grunde genommen etwas anderes als die Geschichte des Judentums? Liegt das Geheimnis seines Werdens nicht in den heiligen Büchern enthüllt vor uns? Ist die Welt nicht jüdisch geworden, indem sie sich zu den Grundsätzen der Demut, Milde und Menschlichkeit bekehrte, welche von Jesus und seinen Jüngern gepredigt wurden? (Lbend. Ho. v*. Zur Rritik: D. L. $9?, S. 9.) 5. Wir würden den Geist unserer Religion, die Entwicklung unserer Geschichte verleugnen, wenn wir unsere nationale Wiederherstellung betreiben und es durchsetzen würden, daß uns Palästina von den Mächten wiedergegeben würde. Ja, wir würden damit die Ansicht jener bekräftigen, welche unsere zweitausendjährige Diaspora als ein Zeichen der Verwerfung Israels durch Gott anzuführen geneigt sind. (Lbend. Ho. $.) 6. Ls ist nicht mehr nötig, daß wir die Erinnerung an die Leiden und Drangsale früherer Jahrhunderte als ein trauriges Gepäck immer im Gedächtnis milschleppen und von Generation auf Generation vererben. Der große, welterlösende, prophetische Gedanke der Versöhnung Israels mit der Menschheit wird dadurch geschädigt. _ (Lbend. Ho. 20.) Gmpfangsöescheimgung. P. B.-v. 0,80. Infp. M.-H. 150. Frl. Bl.-Sp. 2. Fr. Dr. V.-D. 4, Ref. Frauenverein Fredericia.5. Fr.?. Schl.-L. \6,32. 6 Iubiläumsgaben zum 27. März, zusammen joo. Ldzardistiftung-Hamburg 100. Herzlichen Dank! Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße;z. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahrespreis: 80 Pf. Druck von I. tvindolff, Berlin S.W., Lharlottenstraße 88.

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