Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 53 (1897)
- Issue
- Heft 7
- Date
- 1897-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2554541-2555035-2555042--09710-2565894- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. 7, — 53. AaßkHNNA» — 1897« Anstatt: Werbung. — Thus recht und scheue niemand! — Lin Brief aus Abessinien an Missionar Flad 86n. — Das 89. Iälsresfest derk. I.-M.— „Guten Morgen! — wer versteht die Bibel? — Zu Hiob 33.\5—{7, — Zu Matth. 7, <6 f. — Aus der jüdischen Presse. — Lmpfangsbescheinigung. Werbung. In deiner Seele habe ich gelesen. Mich freute mancher schöne, edle Zug. Doch traurig bin ich auch dabei gewesen, Weil sie so schwere Erdenfessel trug. Geknechtet von der Erde Lust und Leid, Kennt sie doch niemand, der sie je befreit. Ich aber, lieber Bruder, kenne einen, Der jeden Seufzenden der Erde kennt, Der täglich, stündlich harrt auf sein Erscheinen Und ihn so zärtlich seinen Liebling nennt. Lr bricht der Sünde Sklavenjoch entzwei, wen er, der Sohn, befreiet, der ist frei. Auch dich, auch dich liebt er mit heißem Sehnen, Ob du im Ernst auch nie an ihn gedacht. Er möchte stillen alle deine Thränen Und hat als Herr der Welt dazu die Macht. Nur eins verlangt er: liebendes Vertrau'«. Dann wirst du hier noch Wunderdinge schau'n. Du sagst: „Ich kann nicht glauben." Komm', versuche! Ls gilt ja eine Ewigkeit voll Glück. Lern' Jefum kennen aus dem heil'gen Buche! Du kannst, wenn du ihn kennst, nicht mehr zurück. Zu ihm drängt unbewußt dein ganzes Sein Und findet Ruhe nur in ihm allein. So komm'! Laß uns vereint zu Jesu wandern! weil ich ihn liebe, bist auch du mir wert. In seinem Dienst wirbt einer um den andern, weil uns die ew'ge Liebe lieben lehrt. So komm'! Denn wer den Helfer hier verschmäht, Für den heißt es in Ewigkeit: „Zu spät!" (M. Inger.) Thue recht und scheue niemand! „Das ist meine Religion und mein Grundsatz I" erklärst Du. Ich wundere mich, daß Du den Mut hast, eine solche nichtssagende Redensart zu gebrauchen. Ist es nicht eine offenbare Lüge, ein schwerer Gewissensirrtum, wenn Du Dich auf Dein Rechtthun berufst? wir erfahren es nur zu oft, daß die elendesten Faulenzer und Tagediebe, die unehrlichsten Lügner und Betrüger, die unverschämtesten Grobiane und Raufbolde sich frech in die Brust werfen und kühn behaupten, daß sie immer recht gethan haben. Gehörst Du zu diesen „rechtschaffenen Leuten," so sollst Du wissen, daß es einen giebt, dem alle Deine Schandthaten offenbar sind : das ist der lebendige Gott. Du wirst es erfahren, wenn Du Dich nicht noch zur rechten Zeit bekehrst, daß es schrecklich ist, in seine Hände zu fallen. Aber auch wenn Du der Wahrheit gemäß behaupten kannst, daß Du jedem gerecht zu werden suchest: glaubst