Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 53 (1897)
- Issue
- Heft 5
- Date
- 1897-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Ilr. 5, — 53. Jahrgang. Jityatt: Ganz gewiß. — Zum tobe der Bibel. — Christiane Florentine Becker. — was ist der Mensch? — Jüdische Chronik. Gan) gewiß. Ganz gewiß ist, daß ich bin Nur ein flüchtig Kind der Zeit. Ganz gewiß ist, daß ich hin Eile zu der Ewigkeit. Ganz gewiß ist, daß ein Schlag Mir die letzte Stunde schlägt. Ganz gewiß ist mir ein Tag, Da man in den Sarg mich legt. Doch wär' dir nur dies gewiß, Seele, und das Beste nicht, Daß des Todes Finsternis ward erhellt vom Lebenslicht: Bliebe Furcht und Angst dein Teil. Aber glaubst du an den Lhnst: Ganz gewiß dir ew'ges Heil, Ganz gewiß dir Leben ist. (Edelweiß.) Iurn Lobe der Mel. Gott ist der Urheber der Bibel, unsere Seligkeit ihr Endzweck, und ihr Inhalt ist die Wahrheit. (I. Locke.) — Die heilige Schrift ist eine ordentliche Abhandlung, Abbildung und Vorbildung der Wege Gottes, die er gehalten hat, nun hält und bis zum Ende halten wird über seine Uirche und über jeden Gläubigen insbesondere. Sie ist die richtigste und älteste Airchengeschichte, die bis ans Ende der Welt reicht, voller Lebensbeschreibungen der heiligen. Aber es sind nicht bloße Historien; sie bedeuten alle noch etwas anderes. Die Geschichten der Schrift geschehen immer wieder aufs neue: wo nicht äußerlich und nach dem Buchstaben, dennoch innerlich und nach dem Geist; und die Lebensbeschreibungen, Worte, Werke und Leiden der heiligen müssen wieder in uns ihre Erfüllung finden. Und so wird's bleiben, bis Himmel und Erde vorbei geht, daß nicht der kleinste Buchstabe noch Titel vom Gesetz vorbei gehe, bis daß es alles, auch in uns, geschehe. Herr Gott, laß uns anbeten diese Tiefe deiner Weisheit! Lehre uns als geistliche Menschen alles geistlich ansehen und richten I Du aber wirke derart in uns durch deine Gnade, daß dein Wort, gleichwie außer uns, also auch in uns erfüllt werde. (G. Tersteegen.) — Die christliche Airche ist auf den Glauben, auf die heilige Schrift, als den einzig festen Grund, gebaut und würde ohne diese bindende, zusammenhaltende Autorität notwendig in sich zerfallen. Doch wie am Himmel und auf der Erde, so steht es mit Sternenschrift in der heiligen Schrift geschrieben, und was da geschrieben steht, kann und wird menschliche Ohnmacht nicht auslöschen. Was ich auch herrliches