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Dibre Emeth · 1897-01-01 · Heft 4 · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
53 (1897)
Issue
Heft 4
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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32 Zachäus gefunden hatte, freute sich, daß er das Evangelium Lukas bekommen konnte." Auch der Kolporteur in Riga war als Iudenmissionar IHLtig. Er ist mit den Kindern Israel wohlbekannt. In der Türkei und den angrenzenden Ländern wurden viele spanisch-jüdische Schriften verbreitet. Der Bericht sagt hierüber: „Möchten diese Exemplare dazu gesegnet sein, bei dem so scharfsinnigen Volk der Juden, welches leider in den irdischen Dingen gänzlich aufgeht und in sklavischer Unterwürfigkeit unter seine geistlichen Leiter erhalten wird, Aufmerksamkeit für göttliche Dinge zu erwecken! Die 28* Evangelien und Apostelgeschichten wären eine unschätzbare Gabe für die Leute, wenn sie dieselben nur lesen wollten als solche, die den Herrn suchen." In Persien, wo man heilige Schriften in 30 Sprachen verbreitete, wurden persisch-jüdische Exemplare in überraschend großer Anzabl abgesetzt. — Von den Studenten der Universität Lambridge, die sich während der letzten" Jahre zum Eintritt in die Mission bereit erklärten, ist jetzt einer, Hr. Aoeney, im Dienst der L. I.-M. in Jaffa thätig. Der „Kirchlichen Missionsgesellschaft" haben sich ungefähr <*o angeschlossen. — In Jerusalem wurde ein 30jähriger persischer Jude getauft, der als Pflegling des Missionskrankenhauses an Iesum glauben gelernt hatte. Er wußte, daß sein Leiden unheilbar war. und wollte als Lhrist sterben. Als ihn jemand sieben Tage nach der Taufe nach seinem Alter fragte, antwortete er: ,,Ich bin sieben Tage alt. Ich betrachte meine frühere Lebenszeit als nichts und rechne den wirklichen Anfang meines Lebens vom letzten Sonntag an, wo ich aus Wasser und Geist geboren wurde." Schon zwei Monate nach seinem Übertritt entschlief er. —- An die Stelle des Heimgegangenen hochverdienten Direktors des Syrischen Waisenhauses trat dessen ältester Sohn, Pastor Th. Schneller. Seit *860 wurden in dieser Anstalt *500 Zöglinge mit dem Evangelium bekannt gemacht. Die Mehrzahl bestand aus Arabern, doch waren auch einige jüdische Schüler vorhanden. *896 beschloß man, auch armenische Waisen aufzunehmen. — Am 28. Oktober v. I. feierte Baurat Schick das Gedächtnis seiner vor 50 Jahren erfolgten Ankunft in Jerusalem. Zahlreiche Ehrungen wurden ihm aus diesem Anlaß zu teil. Eine jüdische Abordnung überreichte eine Torte. Der Vorstand des Hospitals Bikkur Lholim begrüßte in seiner Zuschrift den Jubilar als den, der den Bewohnern Jerusalems die vorteilhaftesten Baupläne in die gegeben, uneigennützig allen Baugesellschaften zur Seite gestanden und gegen jeden Wohlthatigkeit geübt habe. Auch von außen liefen Beweise der Wertschätzung ein. Die Universität Tübingen ernannte den Verfasser der Bücher „Heit El Makdas“ und ,,Die Stiftshütte, der Tempel in Jerusalem und der Tempelplatz der Jetztzeit'^ zum Doktor der Philosophie. — Pastor Boettcher in Bethlehem versendet für 60 pfg. ein hübsches Öldruckbild von Jerusalem und Bethlehem. 50 Stuck kosten 25 Mk.. *00 Stück <*5 Mk. Kleine Beträge können in deutschen Briefmarken eingesandt werden. — In Aleppo durfte der dorthin berufene Missionsarzt Dr. Piper feine Arbeit noch nicht beginnen. Missionar Goldenberg wohnt unter den Juden und verkehrt täglich mit ihnen. Die Armut im Iudenviertel ist sehr groß. Hunderte von Familienvätern sind ohne Beschäftigung. Infolge der armenischen Unruhen verloren viele reiche Kaufleute ihr ganzes Vermögen. Das ältere Geschlecht ist sehr unwissend: viele kennen nicht einmal das tägliche Gebet. Die jüngeren Leute, Zöglinge der schon 25 Jahre dort wirkenden israelitischen Allianz, meinen zu hochgebildet zu sein, um noch der Religion zu bedürfen. Es werden etwas über *00 Ehakhamim gezählt, doch verdienen nur sehr wenige diese Bezeichnung. Todesfälle 1896. Kolp. Goldmann: 2*. II. Jassy. — Schwester Kath. Kleid: *3. IV. Jerusalem. — Miss. Edward: *2. VI. Edinburg. — Miss. Hefter: *6. VI. Köln. — Missionar Tartakover: *5. VIII. — Miss. Werber: 9. IX. Baltimore. — Frau Miss. Weinberg: Jaffa. — Erzbischof Dr. Benson, Patron der L. I.-M.: **. X. Harvarden. — Direktor L. Schneller: *8. X. Jerusalem. — Frau Miss. Brühl: *6. XI. London. Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße *3. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahresxreis: 60 Pf. Druck von I. windolff. Berlin S.W., Lharlottenstraße 88. »

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