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Dibre Emeth · 1897-01-01 · Heft 1 · page 8

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Journal
Dibre Emeth
Volume
53 (1897)
Issue
Heft 1
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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8 Aus der jüdischen Aresse. *. Es ist ein Beweis für die Lebenskraft unserer Religion, daß sie die einzige war, welche sich iminerjwieder modernisieren ließ, ohne ihr Wesen zu ändern. Es war nur nötig, ihr ein neues Gewand anzulegen: der Körper war gesund... Auch in unserm Jahrhundert hat sich die Tochter Zion wieder einmal verjüngt und ist heute noch^so^jugendfrisch wie an dem Tage, als sie sich am Sinai mit ihrem Gott vermählte. (A. Z. d. I. *896, No. *7. Gegen D. L. *895, No. 3.) 2. Angesichts des bevorstehenden Neujahrsfestes erscheint es uns geboten, öffentlich den widerwärtigen, geradezu religionsschänderischen Unfug zu brandmarken, den in jedem Jahre Juden durch Anfertigung und Feilbietung gewisser Neujahrswünsche in Form von Wechseln, Postanweisungen, Lotterielosen u. s. w. verüben . . ,,Jhr sollt Meinen heiligen Namen nicht entweihen, sondern geheiligt will ich sein inmitten der Kinder Israels." „ (Lbend. No. zq. ) 3. Das Lhristentum der Lhristlich-Sozialen in Österreich ist eine Art nützlicher Versicherungsgesellschaft gegen alle unbequeme Konkurrenz im Bändel und Wandel. Boch über ihnen stehen die Deutschnatlonalen. war bei jenen Lhristus nur eine Maske oder frommer Selbstbetrug, so ist hier wuotan ein ernstes Wollen. Sie sind noch nicht alle bei wuotan angelangt, und die meisten werden's wohl auch nie, aber es ist von großer Wichtigkeit, daß die Führer der Pqrtei so weit gekommen sind, von Dühringschen Grundsätzen ausgehend, erkennen sie im Lhristentum das gehaßte Judentum wieder und sinnen auf seine Ausmerzung aus dem germanischen Volksleben. (Lbend. No. ^z.), 4. Das Judentum legt dem Menschen die schwere Last auf. seine jniedrigen Triebe zu beherrschen. Dieser Aufgabe dienen die asketischen Vorschriften des Talmuds. Die Erfüllung dieser Anforderungen der Heiligkeit ist den meisten Menschen, Juden und Nichtjuden, unmöglich, und aus der individuellen Unmöglichkeit macht man sich eine allgemeine. Bier liegt der Ursprung der Lehre von der Erbsünde, von der Erlösung aus zweiter Band, vom Pessimismus. (Lbend. No. Gegen die Bibel.) 5. Es handelt sich bei der Mission nur um eine Art Kolonialpolitik; man wünscht sein Geltungsgebiet auszudehnen, um dem Mutterlande und seinen Bürgern ei*ne höhere Stellung zu geben, und die von bekehrten Juden gewonnenen Judenmissionare spielen die Rolle der gefangenen Prinzen im Triumphzuge eines römischen Imperators. (Ebend. No. 47. Gegen die Wahrheit.) 6. Juda Makabi ist uns ein Vorbild, aber weit eher entspricht unserm Ideal Joseph, der viel Unfreundliches erfahren, aber als die Ägypter sein bedürfen und ihn zur Macht berufen, da hat er all die Unbill vergessen und vergeben, da gehört er mit ganzer Seele dem Volk, dem er ein Retter und Erlöser wird. Unser Glaube leuchtet um so herrlicher, wenn er mit all dem Großen uub Schönen sich schmückt, was die weisen dieser Zeit geschaffen haben, wir singen das alte Lhanukalied, aber wir ersehnen ein höheres und reineres, dessen Grundton die Versöhnung ist. _ (Lbend. Nr. 48.) ZLriefkasten. Brn. N. Lesen Sie z. B. 2. Thron. 2, *6 f.l So ganz vorbildlich war die Behandlung der Fremden in Israel doch nicht. Ls würde den unter Nichtisraeliten lebenden Israeliten schwerlich gefallen, wenn die Landesregierung sie mit Umgehung der ersteren zu einem harten Frohndienst heranziehen wollte. Empfangsbescheinigung. Frl. K St.-B. Sup. Br.-N. *,25. Br. Schn.-A., Fr. P. Sckl.-B. je 2. Miss, v. B-G- 2,*o. Frl. A. W.-B-, Pr. Kr.-N., Sup. B'L., Fr. L. D. je 3. Frl. K. K.-Gerl., Fr. M. R.-Pl. je 5. Brüderg. Berl. 6,56. Miss. U.-K. 8. Brüderg. Rixd. 57,28. B^rzlichen Dank! Um öatdige Hinsendung der Kattegeöühr für 1897 wird freündkichst ersucht. Berausgeber: Prediger W. Becker, Friedenau-Berlin, Bauffstraße *3. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Jahresxreis: 60 Pf. Druck von I. lvindolff, Berlin S.W., Lharlottenstraße 88.

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