Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 53 (1897)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1897-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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.1 i Ein Monatsblati für Israeliten und Freunde Israels. Wr. 1, 53. — 1887 Anhalt: Der qroße Wunderheld. — was haben Christen und Israeliten mit einander gemein? — Ausgewählte Worte Melanchthons. — Zu 2. Mose \1, U. — Zu 2. Ror. S, 4. 6. — Zu Lph. S, 6 f. — Der Juden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Kirche und Welt. — Aus der jüdischen Presse. — Briefkasten« — Empfangsbescheinigung. — Bitte. Der große Wunderheld. Wer schreitet durch die Zeiten so mächtiglich einher? wer zieht so tiefe Furchen durchs weite Völkermeer? wer macht, daß sich die wogen ihm legen still zu Fuß, Daß alle Zungen bringen ihm ihren Huldigungsgruß? wer ist's, der edlen Samen rings auf die Erde streut Und eine Welt des Fluches mit Frühlingshauch erneut? wer löst die sündige Seele vom schweren Bann der Schuld Und lässet sie erfahren des Vaters Treu und Huld? wer ist's, der in die Kammer des armen Dulders tritt? Wer fühtz geheime Schmerzen, verborg'nes wehe mit? wer ist.der Mann, des Herze von Liebe also glüht, Daß "es" der Menschen Kerzen magnetgleich an sich zieht? Das ist aus Judas Stamme der große Wunderheld, Den Gott, der Herr, bestellet zum Heiland aller Welt. Auf Bethlehems Hirtenfluren begann er seinen Gang. Du, Golgatha, du sahst es, wie ihn der Tod bezwang. Doch könnt' er ihn nicht halten: als Sieger stand er auf. Bis zu der Erde Enden geht jetzt, sein Heldenlauf. Es werden alle Reiche dem seinen unterthan. Der Ruf dringt immer weiter: „Bereitet ihm die Bahnl" von Jahr zu Jahr erobert er mehr und mehr die Schar Der Völker, macht die Größe Jehovahs offenbar, Daß ob den Sündern allen die Liebe triumphiert, Der unser Dank und Jubel in Ewigkeit gebührt. ____ (Nach Franz Oeters.) Was haben Christen und Israeliten mit einander gemein? Line Darlegung dessen, was (Lhristen und Israeliten von einander trennt, findet heutzutage gewöhnlich eher Beifall als ihr Gegenteil. Biele gehen ja darauf aus, die zwischen beiden Teilen bestehende Aluft möglichst zu erweitern und zu vertiefen. Biele wünschen, beide durch eine immer höher werdende chinesische INauer an jedem Verkehr mit einander zu hindern. „Thristen und Israeliten haben nichts mit einander gemein und sollen nichts mit einander gemein haben," ruft man uns zu. Unbeirrt von dieser Aeitströmung, ja, im Widerspruch mit derselben, möchte ich auf einige Punkte aufmerksam machen, welche uns ohne Frage gemeinsam sind, und um derentwillen trotz aller vorhandenen Unterschiede eine Gemeinschaft nicht nur möglich, sondern wünschens- und erstrebenswert ist. Um Bergedorf bei