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Dibre Emeth · 1896-01-01 · 8 (1896) · page 8

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Journal
Dibre Emeth
Volume
52 (1896)
Issue
8 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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64 ein Prediger desselben Unter seinen jüdischen Brüdern zu werden, Sein Pater, dör selbst bei einem Aufenthalt in England die christliche Religion schätzen gelernt hat, gab ihm Geld zur Reise dorthin, voraussichtlich wird der Jüngling demnächst in einstheologisches Seminar^eintreten. — Die pariser Judenmission (Palmer-Feingold) wurde nach^Jerusalem verlegt. — Die französische Gesellschaft zur Evangelisation Israels gewann in dem englischen Prediger S. Anderson einen neuen Missionar für Paris. P. Borloz in Dran unterredete sich einst mit einem Rabbiner, der von fünf anderen Israeliten begleitet war. Der Rabbiner dankte ihm für seine Worte und sagte: „wir alle sind überzeugt und gewonnen, wir nehmen Jesum als das Sühnopfer, den Priester und den König an. Rechnen Sie uns zu der Zahl Ihrer Anhänger und bringen Sie einmal einen Sabbath bei uns zu! Man wird sie dort hören, und viele werden glauben." In Algier, wo ^5 — ^8 000 Juden leben, hörte derselbe Missionar bei seinen Religionsgesprächen immer wieder die Äußerung: „Nie hat jemand mit uns über diese Dinge geredet oder uns Jesum Lhristum als den ewigen Nachfolger des Hohenpriesters Aaron dargestettt." — Die Missionsarbeit in Aleppo, über die wir schon berichtetet!, wird nicht von der schottischen Freikirche, sondern von der englisch-presbyterianischen Kirche getrieben. Auch dort zündeten die armenischen Greuel das Feuer des Lhristenhafses an. „Es ist Gott zu verdanken, daß wir noch am Leben sind," schrieb uns Missionar Goldenberg. Selbst in Beirut, wo die schottische Staatskirche unter den Juden missioniert, zeigte sich bei der muhammedanischen Bevölkerung lebhafte Erregung, obwohl die größere Hälfte der Einwohner aus Ehristen besteht. Ein Aufstand der Drusen im Hauran wurde von einem türkischen Heer unterdrückt. — In Johannesburg (Transvaal) besteht eine ev. Judenmission. Dieselbe ivird von der Allg. Südafrikanischen Missionsgesellschaft, an deren Spitze der in Wellington lebende holländisch-reformierte Prediger Ändreas Murray steht, unterstützt. Aus der jüdischen Presse. \. Sollten wirklich unsere Kinder für den Weihnachtsbaum schwärmen, so müssen wir als Eltern starr und unbeugsam bleiben, wie wir es ja auch in andern Fällen sein müssen, wo das Kind in seinem Unverstand Dinge begehrt, die ihm schädlich sind oder nicht zukonunen . . Die Weihnachtsfeier nutzumachen nur zum eigenen Ergötzen, ohne ihr irgendeine ethische oder religiöse Bedeutung beiznlegen, wäre eine Persiflage dessen, was unfern christlichen Mitbürgern heilig ist. (Allg. Ztg. d. I. *896, No. 1.) 2. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, als ob das religiöse Leben der Juden im Orient sich zu mumienhafter, dogmenstarrer Unfrische verhärtet habe. (Ebend.) 3. Israel durchzieht die wogen der Menschheit wie der Golfstrom das Meer. Es gleicht einer Flut, die in den Ozean mündet, aber sich nicht mit den Meereswassern mischt, sondern mitten durch die wogen leicht erkennbar hinüberfließt zum jenseitigen Gestade . . Den Abbildern der sinaitischen Lehre, welche zu allen Völkern hinausgesandt wurden, fehlte vieles von dem Schmelz und der Zartheit des Originals, aber diese Religionen haben den Geist des Judentums durch die Welt getragen . . wie die Sonne nicht selbst zur Erde kommt, sondern nur ihren Strahl zu ihr sendet, so hat die Religion des Sinai mit ihren Ausstrahlungen den Äther durchleuchtet, der das Geistesleben der Menschen umspannt, sie selbst aber ist rein und unberührt geblieben . . Religionen, die unter großen Massen Anhang gewinnen wollen, inüssen sich den Meinungen und Neigungen der Massen anbequemen, und so viel Schlacken trüben dann den Goldeswert, daß dieser fast ganz zurücktritt. (Ebend. Nr. 20. Gegen Röm. ^0, 2 ff. u. a. St.) Kmpfangsöescheinlgung. Fr. Pr. V.-D., Pr. D.-B., Dr. I. L.-B.. Dr. L-B., Dr. Lbl.-B. je 0,80. Pr. B.-H. 2. Hr. w. M.-St. 5. Sanitärsr. Pr. B.-B. *o. P. L.-Llb. *5. Herzl. Dank! Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße ^3 Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Jahrespreis: 80 Pf. Druck von X winbolff, Berlin S.W„ <0)nrfottpnflrn§p 88.

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