Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 52 (1896)
- Issue
- 5 (1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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4ö seiner Antwort auf die Rede des Rabbiners bezeichnete er diese als einen Ausdruck religiöser Hoffnung. Er sagte: „Ist doch euer Gott unser Gott, eure heil. Schrift auch unsere heil. Schrift. Mit euren Psalmen verrichten wir in unfern Kirchen unsere Gebete. Eurem Volk entstammt der menschliche Körper unseres Erlösers. Aus eurem Volk gingen unsere ersten Apostel hervor, wir haben mit euch viel Gemeinsames, fwieviel gerade bei dem, der zur Erlösung aller gekommen ist, und den eure Väter nicht anerkennen wollten! Die Scheidung zwischen uns erfolgte, und euer trauriges Geschick begann. Dieses wurde auch von Hosea vorhergesagt. Ls giebt jedoch Prophezeiungen, die euch eine heitere Zukunft ankündigen, in der ihr euch mit allen und alle sich mit euch versöhnen werden. Diese Versöhnung kann nicht anders als durch und in Liebe vor sich gehen." Ein Anzeichen der künftigen Annäherung erblickte der Bischof in dem Erscheinen der Juden. Die letzteren nahmen seine Worte freundlich auf und brachten ein Hoch auf ihn aus. — Der amerikanische Rabbiner Felsenthal erklärt in der Wochenschrift „Jeschurun": „Der Jude wird als Jude geboren und bleibt, so lange er lebt, ein Jude. Er wird nicht erst durch die Vornahme des Beschneidungsaktes oder gar erst durch eine Bar-Mizwah- oder Konfirmationsfeier in den Bund Gottes mit Israel ausgenommen. Sein^Eintritt in die Gemeinschaft Israels erfolgt in der Stunde seiner Geburt und durch seine Geburt. Es ist daher auch die Judenheit nicht bloß eine Religionsgemeinde und das Judentum nicht bloß eine Religion. Die Judenheit ist in erster Linie ein Stamm, und das Judentum ist eigentlich die Summe aller volkspsychologischen Eigenschaften dieses Stammes. Unter diesen volkspsychologischen Eigentümlichkeiten Israels nehmen nun allerdings die Religion und das religiöse Leben die erste Stelle ein, weit mehr, als bei irgend einem andern Stamm auf dem ganzen weiten Erdboden. Aber Judentum im weiteren Sinne des Wortes ist mehr als jüdische Religion. Judentum ist, wiederholen wir es, die Gesamtheit aller volkspsychologischen Eigentümlichkeiten des Judenstammes. Bei der Auffassung des Satzes, daß die Judenheit ein Stamm sei, handelt es sich nicht um Tendenzen oder bloße persönliche Ansichten, über die man geteilter Meinung sein, sondern um eine Thatsache, die man nach den Methoden exakter Forschung wissenschaftlich feststellen kann." — Unter den russischen Juden von New-Pork findet ein jüdischer Wanderprediger, Zebi pirsch Maslianski, großen Zulauf. Ebendaselbst verkündigt ein Brahmane die indische Poga-Religion. Liner seiner eifrigsten Schüler ist der russische Jude Leon Sandsberg. ZSücheröericht. D. Ev. Buchu. Traktatges., Berlin N.: jQ F. w. Becker, Der Messias. Eine Betrachtung über Jesaia 49, 1—6. 3. Aust. ^6 5. 4 Pfg. \oo Ex. 3 Mk. 2) w. B , Das lebendige Brot. 2. Ausl. \2 S. 3 pfg. 400 Ex. 2 Mk. — Buchhandl. f. Innere Mission, Schwäb. Hall: 0 H. Faulhaber, Das zukünftige Reich Lhristi auf Erden. ^87 5. Geb. 3 Mk. 2) Ders., Das goldene Zeitalter der Zukunft. Mit Bildern u. Musikbeilage. 726 S. Geb. 6 Mk. — A. Deichert (G. Böhme), Leipzig: E. Schall, Die Staatsverfassung der Juden, I. 5 Mk. — L. Bertelsmann, Gütersloh: I. F. A. de le Roi, F. Ehr. Ewald, Ein Lebensbild aus der neueren Judenmission. pso S. 2 Mk. — Fr. Wesemann, Berlin W. 30: Dr. B. Lohn, vor dem Sturm. Ernste Mahnworte an die deutschen Juden. 56 S. 0,75 Mk. — L. Rupprecht, München: A. Teichert, Für Israel! Mahn-, weckn. Trostrufe. 3*6 S. q. Mk. (vielfach anfechtbar!) — E. Ungleich, Leipzig: A. Zahn, Die beiden letzten Lebensjahre von Joh. Calvin. 206 S. — Depot Central, Paris: Fr. Puaux, Celui que vous attendez vaudrait-il celui qui est venu? 3e ed. par G. K. (Ecrits p. 1. Jsraelites No. 5.) 106 p. Anerbieten. Der Herausgeber dieses Blattes ist stets bereit, Israeliten unentgeltlich in der christlichen Religion zu unterrichten. Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße *3. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Jahrespreis: 80 Pf. Druck von 3. windolff, Berlin S.W., Lharlottenstraße 88.