Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 52 (1896)
- Issue
- 1 (1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Ur. 1. — 52. Jahrgang. — 1896. Jirhatl: Neujahrsgruß. — Aus Davids letzten Worten. — Daniella. — Zu Joh. 4, — von Christo Jesu ergriffen. — Zun: Nachdenken. — Spiel und Ernst. — war Alexander der Große in Jerusalem? Reujahrsgruh. Von Aanaan sagte einst Mose zu Israel: „Auf dies Land hat der HErr, Dein Gott, acht, und die Augen des HErrn, Deines Gottes, sehen immerdar darauf, vonr Anfang des Jahres bis ans Ende" (5. M. ff, \2). Möge der Höchste im neuen Jahr auf alle Leser dieses Blattes in Gnaden herabschauen I Gottes Huld ist der beste Schutz gegen die Wechselfälle des Lebens. Wie sehr wir dem Wechsel unterworfen sind, hat uns das alte Jahr aufs neue gelehrt. Insonderheit hat es uns gezeigt, daß ein jeder sich auf die Trennung von Leib und Seele, welche der Tod bewirkt, einrichten muß. Die Politik des Vogels Strauß gegenüber einer Gefahr anzuwenden, sollte jeder für thöricht halten. Es hilft nichts, mit dem Tode Versteck zu spielen. Am vor ihm Ruhe zu haben, bedürfen wir des göttlichen Beistandes. Wenn Gott während des neuen Jahres auf uns acht hat, dann kann uns der Gedanke an den Sensenmann, der uns täglich näher rückt, nicht erschrecken. Gottes stärkende, tröstende Gnade aber wird seit der Begründung des neuen Bundes denen zu teil, welche an das Bundeshaupt, den Bethlehemiten und Nazarener, den Gekreuzigten und Auferstandenen, glauben. Gott gebietet den Glauben an seinen Sohn Jesum Lhristum und verheißt, daß wir so die beständige Gemeinschaft mit ihm selber erlangen sollen (s. Joh. 3, 23 f.). Diese Worte sind gewiß und wahrhaftig (Off. 2\, 6). Aus Davi-s letzten Worten. Vor seinem Ende that David einen Ausblick in die Zeit der Stiftung des neuen Bundes. Dieser Ausblick kann uns die Augen stärken für den rechten Rückblick auf das jetzt schon lange, nahezu $00 Jahre lang, der Vergangenheit angehörende Ereignis. Den dreiteiligen Lobgesang, den wir 2. Sam. 23, 3—5 finden, mache daher jeder zu seinem eigenen. David bringt zuerst dem Allerhöchsten ein Hallelujah dar. Er erhebt seine Seele zu dem Herrn der Heerscharen, dem Schöpfer der Welt und Israels. Denn wie die Welt, so hat Gott auch Israel durch ein Wunder ins Dasein gerufen. Ohne ihn wäre dies Volk