Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 51 (1895)
- Issue
- 12 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Nr. 12. — 51. Jahrgang. — 1885. Inhalt: Der herrliche Zedernbaum Hesekiels. — Lin Religionsgefxräch. — In Asmodais Gewalt. — Die Bibel auf dem Thron. — Zu ps. 1, \2 und Sxr. 24—28. — Zu Matth. 5, {3. — Zum Nachdenken — Aleine Missionszeitung. — Anzeige. Der herrliche Jedernbaum HeseKiels. Süßer die Glocken nie klingen Als in der Weihnachtszeit. Klinget mit lieblichem Schalle Heber die Meere noch weit, Daß sich erfreuen doch alle Seliger Weihnachtszeit, Alle aufjauchzen mit Einem Gesang! Glocken mit heiligem Klange, Klingt doch die Erde entlang! 's ist, als ob Lngelein singen wieder von Frieden und Freud', wie sie gesungen in seliger Nacht. Glocken mit heiligem Klange, Klingt doch die Erde entlang! Ja, ruft es hinaus in alle Lande, hinein in alle Herzen: „Thristus ist geboren!" O, daß ihr alle Völker mit der Weihnachtsbotschaft erreichen, zur Teilnahme an der Weihnachtsfreude bewegen könntet! Denn wie bedauernswert find die, welche das Evangelium von der Fleischwerdung deewigen Wortes noch nicht kennen, aber auch die andern, welche sich sträuben, an das Evangelium zu glauben! Eine Ahnung von der Größe des Weihnachtssegens hatten schon die Propheten Israels, welche von demselben weissagen durften. Ehe die Geschichte, um derentwillen wir Weihnachten feiern, zu Bethlehem sich zutrug, wurde ja das Volk, welches das Land Aanaan als ein Erbgut von Gott empfangen hatte, auf dieselbe vielfach vorbereitet, wie unsere Thristbäume in immer hellerem Lichte dastehen, je mehr Kerzen angezündet werden, so siel auch auf den Lebensbaum, welchen Gott in die Menschheit Hineinpflanzen wollte, ein immer stärkeres Licht, je mehr Prophetenstimmen von ihm redeten. Eine dieser Verkündigungen soll unserer diesmaligen Weihnachtsbetrachtung die Bahn vorzeichnen. Es ist das Wort des Hefekiel, in welchem für den Messias ausdrücklich das Bild eines mit unfern Tannen und Fichten verwandten, immergrünen Baumes gebraucht wird: Aap. \7, 22—2^. Ein herrlicher Zedernbaum ist der Messias nach dieser Weissagung: nicht nur wegen seines königlichen Ursprungs, sondern auch wegen seiner erhabenen Erscheinung und wegen seines weitgreifenden Einflusses. Die Zeder, welche vor des Propheten Auge steht, erwuchs aus einem zarten Reife, welches Gott der Herr von dem abgebrochenen Wipfel einer andern Zeder gepflückt hatte. Dieser Wipfel lag in einem Krämerlande und in einer Aaufmannsstadt. Dorthin hatte ein großer Adler ihn aus weiter Ferne getragen, was diese Rätselrede bedeutet, sagt Hesekiel selbst. Der abgebrochene Zedernwipsel ist