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Dibre Emeth · 1895-01-01 · 11 (1895) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
51 (1895)
Issue
11 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ein Monatslilatt für Israeliten und Freunde Israels. Wr. 11, — 51. Jahrgang. — 1895. Inhalt: Iosephus über Johannes den Täufer. — Aus dem 87. Jahresbericht der L. I.-M. — Zu J. Aän. 9, 27 f. und 10. U. 22. — Zu Hebräer \3, ft. — Aus der jüdischen Presse. — Bücherbericht. — Empfangsbescheinigung. Iosephus über Johannes ben Täufer. Im Talmud treten verschiedene Träger des Namens Iochanan— Johannes auf, B. Iochanan Ben Sakkai, der kleinste unter hillels 80 Schülern (der größte war Jonathan Ben Usiel). Dagegen suchen wir hier den Mann vergebens, der auf der Schwelle des neuen Bundes steht. Iosephus, der jüdische Geschichtsschreiber, gedenkt seiner wenigstens mit einigen Worten in den „Altertümern" (XVIII, 5,2). €r redet von seinem Lharakter, Werk, Schicksal und Rächer. Johannes der Täufer war nach Iosephus ein „guter" Wann, wandelte also dem Gesetz Israels gemäß. Seinem Wesen entsprach sein Wirken. Gr erschien als Prediger des Gesetzes inmitten seines Volks. Gr ermahnte die Juden, der Tugend nachzustreben, gegen ihre Nächsten Gerechtigkeit und gegen Gott Frömmigkeit zu beweisen und so zur Taufe zu kommen. Von der letzteren sagte er, sie werde Gott dann angenehm sein, wenn man sie nicht zur Sühne einzelner Versündigungen, sondern zur Heiligung des Leibes gebrauche, nachdem die Seele schon zuvor durch Gerechtigkeit eine Reinigung erfahren habe. Das Volk strömte dem Johannes von allen Seiten zu. Jeder fühlte sich von seinen Reden gehoben und wollte sich von seinem Rat leiten lassen. Aus Anlaß dieser tief eingreifenden Bewegung befürchtete der Vierfürst herodes einen Aufruhr. Um einem solchen vorzubeugen, ließ er den Täufer in Retten legen und nach Machärus bringen, in die gewaltige Burg im Osten des Toten Meeres, welche die Grenze gegen Arabien deckte, die stärkste Festung des ganzen Landes nächst Jerusalem, hier wurde der Mann, der dem Vierfürsten so gefährlich zu sein schien, enthauptet. Sein Tod aber war nach dem Dafürhalten der Menge die Ursache, weshalb das Heer des herodes bald darnach dem Zorne Gottes zum Opfer siel. Der HGrr forderte von dem Vierfürsten die gerechte Strafe für Johannes den Täufer und fügte es so, daß die Truppen im Rampf mit Aretas, dem Röntge des peträischen Arabiens, eine Niederlage erlitten. Vergleichen wir diese Nachricht des Iosephus mit den neutestamenllichen Angaben über Johannes, so fällt uns alsbald auf, daß der jüdische Grzähler den Punkt unerwähnt läßt, welcher dort als der wichtigste gilt. Der Sohn des Priesters Zacharias war nach dem N. T. dazu berufen, der Sonne der Gerechtigkeit als ihr

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