Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 51 (1895)
- Issue
- 10 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2554541-2555061-2555071--09511-2565676- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Ein Monat-Matt für Israeliten und Freunde Israels. Wr. 10. — 51. Jahrgang. — 1895. Anhalt: Christlicher Alterstrost. — Das Laubhüttenfest der Zukunft. — Philosophie und Evangelium. — Aus Palästina. — Anschaulichkeit im rteligionsunterricht. — Zu Hiob 33, 15—17. — Zu Rom. 13, ^a. — Durch Nacht zum Licht. — Augustinus über das Volk Israel. — Die Mossefche Erziehungsanstalt in Wilmersdorf. Christlicher Alterstroft. Das Alter kommt. Die Sorgen drücken, Die Arbeitslast beschwert den Rücken. Der Heiland aber läßt Dir sagen: „Ich will Dich bis ins Alter tragen." Manch' dunkle Wolke siehst Du steigen, Des Mutes Sonne will sich neigen. Doch nimmermehr darfst Du erschrecken: Es tröstet Dich Sein Stab und Stecken. Es wird oft deu Gedanken bange. Ls lastet oft der Druck so lange. Doch bleibt's dabei in Zeit und Ewigkeit: Des HErrn Geduld ist uns're Seligkeit. Das obige Gedicht erhielt der selige Missionsinspektor Iosenhans in Basel zur Vollendung seines 60. Lebensjahrs von dem dortigen Ratsherrn Ad. Lhrist. Der letztere, \85^—77 Präsident der Baseler Missionsgesellschaft, bekannte sich durch die für seinen Grabstein gewählte Inschrift (Rom. 5) als einen von den Gottlosen, denen ihr Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet wird. vgl. Iosenhans' Leben von treffe (*895), S. H7. Das Laubhnttenfeft der Zukunft. Das am 3. Oktober beginnende Fest hat eine landwirtschaftliche und eine heilsgeschichtliche Bedeutung. Nach dem Mosaischen Gesetz soll Israel eine Woche fröhlich sein vor dem wenn es den Ertrag des Landes gesammelt, insonderheit die Obsternte und die Weinlese beendet hat. Aber die aus lebendigen Zweigen errichteten Hütten vergegenwärtigen auch die ^0 Jahre der Wüstenwanderung, während deren Gottes Hütte ininitten des Lagers der Israeliten stand. Das letzte der Z alten Wallfahrtsfeste predigt also ebenso wie die beiden andern, Pasta und Pfingsten, von der Gnadenzeit, welche das auserwählte Volk nach seiner Ausführung aus Egypten erleben durfte. Es fordert in dieser Beziehung, wie Herxheiiner in seinen rnton niD1 sagt, daß man Gott Dankbarkeit beweise und auf der Wanderung durchs Leben auf seinen Schutz und Beistand vertraue. Aus der Geschichte des Laubhüttenfestes ist hervorzuheben, daß Salomo auf dasselbe die Einweihung des von ihm erbauten Tempels verlegte. Zur Zeit Jesu wurde Ierusalein während der Festnächte prächtig beleuchtet. Auch bestand damals der Brauch, die Trankopfer