Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 51 (1895)
- Issue
- 6 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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42 Antwort: VOk sich ein Vater über Ainder erbarmet, so erbarmet sich der Herr über die, so ihn fürchten, (p>s. (03, (3.) Frage: Aber ein Vater kann nicht immer verzeihen. <£v muß dein verlorenen Lohne seine unerbittliche Strenge zeigen: sonst würde er sich seiner Würde begeben. Wes soll ich mich trösten? Antwort: Ich will Luch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. (Ies. 66, (3.) Frage: Wohl ist der Mutter Trost ein süßer Trost, und wohl liebt die Mutter oft auch noch ihr ungeratenes Aind, während der Vater ihm seine Liebe entzieht. Aber giebt es denn nicht auch Mütter, deren mütterliche Empfindung ganz und gar erlischt? Antwort: £>b ein Weib ihres Aindes vergäße, so will ich doch Deiner nicht vergessen. Siehe, in die Hände habe ich Dich gezeichnet. (Ies. 49, *6.) Frage: Ach, wie gerne nähme ich diese Liebe an, die größer ist als Vater- und MutterliebeI Wie gerne genösse ich die Huld, die Du nur gewähren willst! Aber wieder muß ich klagen: Du kannst ja als ein gerechter, heiliger Gott mir nicht verzeihen. Giebt es denn einen Ausgleich zwischen Deiner Liebe und Deiner Gerechtigkeit? Antwort: Ich bin der Herr, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übet auf Erden. (Ier. 9, 24.) Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht: sie ist nicht ferne. Und mein heil säumet sich nicht. Ich habe zu Zion das heil gegeben und in Israel meine Herrlichkeit. (Ies. 47, (3.) Du Tochter Zion, freue dich sehr, und du Tochter Jerusalem, jauchze I Siehe, dein Aönig kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. (Sach. 9,9.) Man wird ihn nennen: „HErr, unsere Gerechtigkeit." (Ier. 23,6.) Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Arankheit. Da er gestraft und gemartert ward, that er seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. Er ist aus dem Lande der Lebendigen hinweggerissen, da er um die Missethat meines Volkes geplagt war. (Ies. 53, 3. 7. 8.) Frage: Aber wer schenkt mir die Gewißheit, daß dieser Dein Anecht für andere eintreten und sich selbst zum Opfer bringen konnte? Gilt Psalm 49, 8 von ihm nicht? Antwort: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe. Den sollt Ihr hören. (Matth. (7, 5.) Frage: Ist denn nicht eine Erlösung durch Iesum, Deinen auserwählten Anecht und eingeborenen Sohn, eine Durchbrechung Deiner früheren Offenbarung und Heilsordnung? Antwort: Von diesem zeugen alle (Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. (Apg. (0, 43.) Frage: Ach, ich vermag es immer noch nicht zu glauben, daß Du unser aller und auch meine Sünde auf ihn geworfen hast und um seinetwillen uns gnädig sein kannst und willst. Wie komme ich zur Alarheit?