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Dibre Emeth · 1895-01-01 · 4 (1895) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
51 (1895)
Issue
4 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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32 seitens der Israeliten .mußte bald eine zweite Auflage veranstaltet werden. — In Overschie bei Rotterdam entschlief ein alter, treuer proselyt Namens Hyman, ein Ältester der dortigen reformierten Gemeinde An seinem Grabe sprach u. a. der greise Missionar Bloch über Hiob \a, 25, ein Schriftwort, über welches er bei seinem letzten Besuch im Hause des Entschlafenen mit^ diesem geredet hatte. Auch ein Jude, ein Bruder Hymans, richtete einige Worte an die^. Trauerversammlung und drückte die Hoffnung aus, daß er mit dem verstorbenen im Reich der Herrlichkeit vor dem himmlischen Vater wieder vereint sein werde. Gott^lasse diesen Israeliten erkennen, daß der Messias, an welchen sein Bruder vor etwa 45 Jahren glauben lernte, und in dessen Dienst ein Sohn desselben als reformierter Prediger steht, der wahre Messias ist, und daß man durch ihn zum Vater kommt! — Eine arme jüd. Witwe in London besuchte jahrelang christliche Versammlungen. Aber ersttzder Verkehr mit einer Missionsarbeiterin der L. I.-M. und die Beschäftigung minder von dieser gespendeten Bibel gewannen sie für den Heiland.MSie erkannte, daß Jesus für die ganze Welt und auch für sie gestorben sei, und war bereit, seinem Rufe in die himmlische Heimat zu folgen. Bald nach ihrerIBekehrung gelangte dieser Ruf an sie. Auf ihrem Sterbebette pries sie Gott dafür, daß sie erlöst sei und zu Jesu gehen dürfe, dessen teures Blut sie von allen Sünden reingemacht habe. Ihrer christlichen Freundin erzählte sie, wie es ihr beim Lesen von Apg. 9, H f. zu Mute gewesen sei, als habe eine Stimme sie selbst bei ihrem Namen gerufen: „Lea, Lea, warum verfolgst du mich?" Sie habe aber dann nur mit Saul ant- Worten können: „Herr, was willst du, daß ich thun soll?" „Es war mir", fuhr die Jüdin hierauf fort, „als ob eine schwere Last von meinem Kerzen gehoben würde. Meine Sinne wurden allmählich klar, und ich jauchzte über meine Erlösung. O, wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, so würde^ich es ganz für Jesum leben." Sie starb mit dem Gebet: „(D Jesu, komm schnell und bringe mich nach Hause!" und mit Abschiedsworten an die Missionarsfrau. — Der Hohepriester der Samariter ersuchte die L. I.-M. um Errichtung einer christlichen Schule für die Kinder seiner Gemeinde. Leider war man außer stände, seinen Wunsch zu^erfüllen. — In Algier unterrichten mehrere christliche Männer und Frauen an jedem Sonnabend eine beträchtliche Anzahl von Israeliten beiderlei Geschlechts in der Religion. Obwohl der Sabbath streng gefe.ert wird und die Synagogen^viele Besucher aufweisen, ist die religiöse Unwissenheit überaus groß. Mist. Spiro wurde einmal gefragt, ob es denn Juden gebe, welche an Jesus als den Messias glauben. Er erzählte nun von dem judenchristlichen Gebetsbunde und seinen nahezu lausend Mitgliedern. Da meinte der Frager: „Ls muß im Lhristentum etwas sein, was so viele aus Israel anzieht." Der Missionar schilderte ihm hierauf das Glück und den Frieden, welchen es denen bringt, die durch den Glauben an Jesum Lhristum Gottes Rinder geworden sind. — Die L. I.-M. verbreitet einHhebräisches Perikopenbuch, welches die parascha und Haphtara für jeden Sabbath enthält und in einem Anhang messianische Weissagungen des A. T. darbietet. Wie Miss. Flad in Tunis berichtet, fürchten die Rabbiner seines Bezirks diesen Anhang so sehr, daß sie ihn sofort nach Ankauf des Buches Herausschneiden. Flad knüpft seine Religionsgespräche mit Juden in Synagogen, Schulen und Häusern oft an die Frage nach dem Grunde der Verstümmlung des Perikopenbuches an. Er zeigt ihnen dann/'wiejschwer sie sich versündigen, wenn sie die von ihren eigenen Propheten ausgezeichneten, göttlichen Offenbarungen verachten. — Unter der Leitung von Prediger Hill in Toronto, einem Freunde und Förderer der L. I.-M., arbeitet seit Ende W^Hein Fräulein vicars unter den Juden von Lanada. — Miss. Warszawiak schied aus der New- Ho rker Stadtmission aus, um fortan selbständig zu arbeiten. An seine Stelle trat Miss. Angel aus Chicago. Aür eine Antwort auf die Frage in Nr. \2 des vorigen Jahrgangs haben wir Fräulein R. in S. zu danken. Richters Freund, Simon, geriet leider auf Abwege. Näheres findet sich im „Leben Bunsens." Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße \5. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahrespreis: 80 Pf. Druck von 3. Windolff, Berlin S.W., Lharlottenstraße 88.

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