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Dibre Emeth · 1895-01-01 · 4 (1895) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
51 (1895)
Issue
4 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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29 aus Israeli Der Gott des Friedens, der Gedanken des Friedens hat mit Seinen noch verirrten Rindern wie mit den Rindern Seines Dauses, mache Guck fertig zu allem guten Werk und auch zu diesem! (Aus einer Predigt des verst. Generalsup. vr. L. Schultze über Apg. 4, 8—*2.) Die Ursachen von Israels Elend. Gin Jude sagte beim Verlassen Palästinas, wo er sich vergeblich bemüht hatte, eine Beschäftigung zu finden, zu einem Missionar: „Nach vielem Nachdenken bin ich zu der Grkenntnis gelangt, daß die traurige Lage unseres Volkes zwei Hauptursachen hat. Grstens haben die Juden vergessen, daß sie berufen sind, unter den Völkern der Grde von der Einheit Gottes zu zeugen. Sie haben versucht, ihre Nationalität zu verberge», indem sie Sprache und Rleidung der Völker annahmen, unter denen sie wohnen. Sie wollten unter den Deutschen für Deutsche, unter den Russen für Russen gelten. Deshalb nahmen sie auch deutsche und russische Namen an. Gott hat sie nun Verfolgungen leiden lassen, um sie aufzuwecken und in Bewegung zu bringen, um ihre Verschmelzung mit den andern Völkern zu verhindern und um sie daran zu erinnern, daß ihre wirkliche Heimat nicht Spanien oder Deutschland oder Rußland, sondern Palästina ist. Nach schrecklichen Heimsuchungen erkannten sie ihren Fehler, verfielen aber bei den Bemühungen, ihn wiedergutzumachen, in einen zweiten. Dieser, die zweite Ursache ihres Glends, besteht darin, daß inan Israels Wiederherstellung von menschlichem Wirken erhoffte. Statt dessen hätte man die während der langen Zerstreuung erworbenen üblen Gewohnheiten ablegen und auf die Zeit warten sollen, die Gott für die zur Zurückführung Israels ins heilige Land geeignete hält. Wir Juden begingen einen großen Fehler, als wir auf die Rolonisationspläne von Rothschild und andern unser Vertrauen setzten. Dieselben sind jämmerlich gescheitert. Ich gehe jetzt anderswohin, um mir einen Lebensunterhalt zu suchen, weil ich davon überzeugt bin, daß die Zeit zur Wiederherstellung Israels noch nicht gekommen ist." Die christliche Rirche hält dafür, daß das Glend, unter welchem Israel seufzt, vor allem eine Folge der Verwerfung Jesu, seines Messias, ist. Um zu neuem Leben zu gelangen, muß Israel erst sagen lernen: „Ghristus ist mein Leben." Jwei Wallfahrer. In der Zeit vor der Reformation unternahm ein Straßburger Bürger eine Pilgerfahrt ins heilige Land. Auf dem Meere wurde er von der Seekrankheit befallen. Während eines Ausbruchs derselben sprang ein Affe herbei, ergriff die Tasche des Pilgers, welche auf einer Bank des Schiffes lag, und trug sie auf den Mastbaum. £}ier öffnete er sie und warf dann von allem, was er darin fand, je zwei Teile aufs Verdeck und einen ins Wasser. Endlich schleuderte er die

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