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Dibre Emeth · 1895-01-01 · 4 (1895) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
51 (1895)
Issue
4 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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27 die seligmachenden Zeugen des Areuzes und der Auferstehung, waren sie nicht Juden? Und hier ist mehr als Mose und Elia, David und Paulus. Liner ist's, an dem wir hangen, der für uns in den Tod gegangen, und dieser Line ist ein Sohn Abrahams. Aus Zion ist angebrochen der schöne Glan; Gottes. Wo ist ein Trost, eine Geistesfreude, eins lebendige Hoffnung, die nicht durch Israels Hand auf uns gekommen wäre? Wie bist du vom Fimmel gefallen, du schöner Morgenstern I Aus dem Süßteig der Welt ist ein Sauerteig geworden. Der Geist des Judentums, der nicht mehr der Geist Israels, sondern der Geist Jakobs ist, der nicht mit Thronen und Gebet um den Segen der Ewigkeit, sondern mit Menschenklugheit um die Erstgeburt ringt, der Geist, der Thristum, den treuen Heiland, verschmäht, dem jeder religiöse Standpunkt sonst willkommen und nur das Areu; Thristi ein Ärgernis ist: wer sieht nicht, daß dieser Geist in der Luft herrscht? Ihm tritt das Zeugnis entgegen: „Es ist in keinem andern Heil." Wenn der Sohn Gottes ein Zeichen ist, dem mit Leidenschaft widersprochen wird, so hat es einen guten Grund. Der Herr ist Aönig: darum toben die Völker; er sitzt auf den Eherubim: darum reget sich die Welt. Das Evangelium hat seine königliche Macht bewährt. Die Wohlthat der Liebe Thristi läßt ihre Spuren sehen überall. Das ist es, was die einen tröstet und die andern in Harnisch bringt. Weil der dürre, totgesagte Stab des alten Thristenglaubens reiche Mandeln trägt, sind wir dem Unglauben ein Schrecken, denn er empfindet daran die eigene Ohnmacht. Er kann nicht trösten: der Schmer; ist eine Macht, vor der er machtlos steht. Der Unglaube fühlt das, er sieht sich überholt und kann nicht mit — und grollt. Aber ist's wirklich nur um Wohlthat willen, daß wir gerichtet werden? Was hält Israel noch auf, daß ihm die Decke nicht von den Augen fällt? Die Na;arener, die verrufenen Landsleute des Herrn, standen Nathanael im Wege. Um ihretwillen mochte er an den Mann von Na;areth nicht glauben. £), um die Landsleute Jesu! Wie mancher Nathanael stößt sich noch heute an ihnen und bürdet dem Heiland selber auf, was die verschuldet, die Seinen Namen tragen I Wir haben kein reines Gewissen vor den Juden wie Petrus und die Gemeinde der ersten Liebe. Die Thristensünden strafen die Lhristenbotschaft Lügen. Der Thristenunglaube reißt nieder, was die Wohlthat Thrist gebaut. Die Juden haben's nicht vergessen, welch' eine tausendjährige Leidensgeschichte ihnen von der Lhristenhand bereitet worden ist. In vielen Stücken können sie sich mit uns messen. Ist ihr Leben nicht nüchterner, mäßiger? Sind ihre Armen nicht wohlversorgt? Wo ist mehr Familiensinn und Zusammenhalt, wo mehr Pietät als bei den Juden? Dies Volk ist unser Zeuge, und es sieht scharf. Wir begreifen es, warum sich eher;ehn Heiden bekehren als ein Jude, warum Israel trotz Mose und den Propheten für die Herrlichkeit Gottes in Lhristo noch immer kein Auge hat. Dennoch ist in keinem andern Heil. Die Schuld ist unser, die Wohlthat Seine, „Es ist kein anderer Name den Menschen gegeben,

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