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Dibre Emeth · 1895-01-01 · 2 (1895) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
51 (1895)
Issue
2 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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0 Aber die Sache geriet ins Stocken, bis Haggai und Sacharia sie betrieben und den gesunkenen Eifer für den Bau anspornten. 5\6 fand die Einweihung des Tempelhauses statt. Während nun Sacharia Serubabel bei der Wiederaufrichtung des Heiligtums kräftig unterstützt, weiß er doch sehr wohl, daß dieser Tempel nicht die Hauptsache, nicht der Hauptgegenstand der göttlichen Heilsratschlüsse, daß er nur ein Vorbild des rechten, geistlichen Tempels ist. Gott will durch Zemach ein Haus errichten, das aus lebendigen Steinen, aus unsterblichen Menschenseelen besteht (vgl. f. Petri 2, 5). Zemach wird es bauen, ja, er allein: das ist fein Vorrecht. Schon Hesekiel wies auf dies erhabene Bauwerk hin (Rap. 40 ff.). Bei Jefaia (28, (6) wird sein Grundstein beschrieben: „Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen köstlichen Eckstein, der wohl gegründet ist." Der Hauptstein am Gebäude sollte der Baumeister selber sein (Jes. 53). Zemach hat des HErrn Tempel auf Erden gebaut. Das erzählen die Evangelien. Sie teilen uns seine Worte mit und berichten auch, daß er seine Lehrthätigkeit durch Wunderwerke bekräftigte. Der Geist, der aus diesen Worten und Werken spricht, ist der Geist heiliger Liebe. Am großartigsten gab sich die letztere kund, als der Heiland in die letzte Zeit seines Lebens eingetreten war. Wie ringt er da so heiß um unsere Seelen, daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehlen I Ja, auch an uns hat er gedacht, als er rief: „Es ist vollbracht." Besonders in seinem Leiden und Sterben hat er sich hineingemauert in den Bau, den er auf Erden aufrichten sollte. Aber auch als der verklärte und erhöhte Menschensohn baute er des HErrn Tempel. Er that dies mittelst des Geistes, der als fein Stellvertreter erschien. Welches menschliche Bauwerk kann sich mit dem von Ehristo erbauten Hause, der neutestamentlichen Gemeinde, messen? Und noch immer arbeitet er an diesem Hause. Er bereitet die einzelnen Seelen zu uud gliedert sie ein in die Reihen der Bausteine. Er zieht ganze Völker, die vorher wie ein Steinhaufen am Wege lagen und Vorübergehende hinderten, heran, um auch sie als Bausteine für sein Haus zu verwenden. Mit Staunen folgen wir den Spuren Zemachs zu den fernsten Gegenden der Erde. Er weiß sogar mit den in tiefster Sündennacht Sitzenden noch etwas anzufangen. Mit besonderer Freude erfüllt uns die Thatsache, daß er nicht nur zu den Nachkommen der ehemaligen Bewohner des heiligen Landes, zu den Rindern derer, die ihm das bitterste Herzeleid bereiteten, sondern auch in jenes Land selbst, in welchem er seine Arbeit an der Menschheit begann, und in welchem Sacharia von dem göttlichen Tempelbaumeister weissagte, zurückgekehrt ist. Zwar fehlte es auch in früheren Jahrhunderten nicht an Christen in Palästina. Aber die meisten unter denen, die sich so nannten, führten den Ehristennamen mit Unrecht. Es war nur der Schatten Zemachs, der durchs Land schritt. Jetzt stnden wir ihn selber bei unfern evangelischen Glaubensgenossen in Jerusalem, Bethlehem, Nazareth, Tiberias und an andern Orten. Die evangelischen Gotteshäuser Palästinas, mit denen meistens Schul-,

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