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Dibre Emeth · 1895-01-01 · 1 (1895) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
51 (1895)
Issue
1 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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■f V{, Ein Monatsblaii für Israeliten und Freunde Israels. Ar. 1. — 51. Jahrgang. — 1895. ---/\ Inhakt: Zu Jefaia 8, 10. — was haben wir von dem neuen Jahre zu erwarten? — Urbanus und Anna Rheyius. — G. Heines Briefe über Fragen der christlichen Religion. — Lin begrabenes Bekenntnis. — Der sog. Schild Davids. — Jüdische Chronik. In Jesaia 8, 10. Ich bin mit dir! Ich höre deine Bitte Und schaue liebevoll auf dich herab. Unsichtbar lenkt Mein Arm des Rindes Schritte, Das sich dem Vater ganz zu eigen gab. Ich bin mit dir! Die allerstärksien Bande Verknüpfen uns. Nimm dies mein Wort zum pfände! Ich bin mit dir! Des Glückes Süßigkeiten, Der Leiden bitt're Wasser drohen dir. Doch fürchte nichts! Laß nur von Mir dich leiten. Der treulich für dich sorget für und für! Ich bin mit dir! So bleibst du wohlgeborgen. Dich labt in Wintersnacht ein Frühlingsmorgen. Was haben wir von dem neuen Jahre;u erwarten? IVer in Thristo lebt und webt und durch ihn einen freien Zutritt zu Gott erlangt hgt, der kennt keine ängstliche Regung des Herzens bei einem Jahreswechsel. Gr besitzt eine himmlische Kraft, die von der Zeit nicht berührt wird. Denn was himmlisch ist, das ist ewig. Als eine neue Kreatur kann er beim Beginn eines neuen Abschnitts in der Geschichte seiner Erdenwallfahrt einen Triumphgesang des die Welt überwindenden Glaubens. anstimmen. Dieser Glaube befähigt ihn, dem neuen Jahre mit der Überzeugung in das verschleierte Angesicht zu schauen, daß es nicht nur neue Kämpfe mit den alten Feinden, sondern auch neue Siege mit den alten Waffen bringen werde. Auf eine Fortdauer des uns verordneten Kampfes müssen wir uns allerdings gefaßt machen. Leben heißt: kämpfen. Das leibliche Leben ist ein beständiges Ringen mit dem Tode. Auch das Leben des Geistes, auch das Leben in Lhristo, dem Heiland, ist eine ununterbrochene Kriegsführung. Teufel, Welt und Fleisch bedrohen uns fort und fort. Der letzte von diesen Feinden ist der gefährlichste, denn er wohnt innerhalb der Festung, welche die beiden andern Gegner von außen her angreifen. Darum thut es not, ihn besonders scharf ins Auge zu fasten. Es ist keine leichte Aufgabe, das Herz zu erforschen. Mancher kennt die Erdoberfläche und das Erdinnere und weiß genau anzugeben, auf welchen Bahnen die Gestirne des Fimmels sich bewegen, aber sich

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