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Dibre Emeth · 1894-01-01 · 11 (1894) · page 8

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Journal
Dibre Emeth
Volume
50 (1894)
Issue
11 (1894)
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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88 Zu 1. Kor. 2, 14. „O Mutter, warum hast Du mir rite gesagt, wie schön das alles ist!" rief ettt blind geborener, aber durch eine Operation sehend gewordener Knabe, als er zum erstenmal die Wunder der Schöpfung, die Erde und den fjimmel, erblickte. Die Mutter hatte oft versucht, ihm diese Herrlichkeit zu beschreiben, war aber von ihm nie verstanden worden. — ZTocty weniger läßt sich das Glück der Gemeinschaft mit Gott beschreiben. Man muß es erfahren, um es kennen zu lernen. Are Aase von Jerusalem. Als David Strauß sein „Leben Jesu" veröffentlicht hatte, kündigte der holländische Dichter Dr. da Eosta, einer der edelsten und einflußreichsten Iudenchristen des 49. Jahrhunderts (gest. Mo), einen Vortrag wider Strauß an. Zu der bestimmten Stunde war der Saal völlig besetzt, und mit Spannung sah man dem vortrage entgegen. Da Eosta bestieg das Katheher mit der Bibel in der Hand, las Apostelgeschichte \z, 43—45 vor und hielt eine ergreifende Predigt über „die Rose von Jerusalem." So nannte er jene fromme Magd Rhode, die, als der aus dem Kerker befreite Petrus an die Hausthüre klopfte, von ihrer Freude über die Rettung des Apostels so hingenommen wurde, daß sie vergaß, die Thüte zu öffnen. Der griechische Name „Rhode" bedeutet nämlich „Rose." In der ganzen Rede kam keine Silbe von Strauß und seinem „Leben Jesu" vor, doch vergaßen die Zuhörer über dem, was da Losta sprach, fast das, was er angekündigt hatte. Endlich war der Redner am Schluß, sah seine Zuhörer lächelnd an und sagte mit seinem Hinweis auf die Bedeutung der Namen „Rhode" und „Strauß": „Solch' eine christliche Rose bedeutet mehr als ein ungläubiger Strauß!" Dann nahm er seine Bibel wieder in die Hand, und „der Vortrag wider Strauß" war beendet. Zur Statistik. Am 25. Mai 4894 gab es in ganz Preußen 30 366 jüd. schulpflichtige Kinder. Ls waren staatlich angestellt 336 jüd. Lehrer und 58 jüd. Lehrerinnen. Ls waren vorhanden 244 öffentliche stio. Schulen mit 307 Klaffen, 305 Lehrern und 9549 Schulkindern. Hiervon entfielen auf Ostprcußen 0, Wesipreußen 24, Berlin 4. Brandenburg 0, Pommern 0, Posen 87, Schlesien 26, Sachsen 0, Schleswig-Holstein 6, Hannover 52, Westfalen 25, Hessen-Nassau 62, Rheinprovinz 32, Hohenzollern 3 Schulen. (Bei der letzten amtlichen Statistik i. I 4886 waren vorhanden 546 öffentliche jüd. Schulen mit 424 Klassen, 407 Lehrern und 43270 Schulkindern.) 40 853 jüd. Schulkinder besuchten evangelische Schulen, 4327 besuchten katholische Schulen und 5704 besuchten paritätische Schulen; an den letzteren waren 34 jüd. Lehrer angestellt. 5494 Schulkinder wurdet: in privatschulen von 425 jüd. Lehrern und 45Lehreriittlen unterrichtet. Briefkasten. Hrn. W.-A. Auf die Anklagen, welche Hr. M. Sch. in Nr. 35 der „Allg. Ztg. des Judentums" gegen den in Nr. 8 der „D. L." veröffentlichtetl Artikel über den 9. Ab erhob, habe ich bereits öffentlich geantwortet. Die Redaktiotl jener Zeitung hatte die Freundlichkeit, in Nr. 37 meine Verteidigung int Wortlaut abzudrucken. ZSncheröericht. L. Bertelsmann, Gütersloh: A. Zahn, was lehrt man gegenwärtig auf der Universität Halle-Wittenberg über das A. T? 34 S. 50 Pf. — Ref. Schriftenverein, Elberfeld: Verhandlungen der 5. Hauptversamnllutig des ref. Butides. 440 S. — K. I. Müller, Berlin: Führer durch das kirchliche Berlin. 3. Ausg. 407 S. — I. P. Bachem, Köln: 4) I. p. Kirsch, Die christlichen Kultusgebäude im Altertum. VIII und 96 S. Mk. 480. 2) I. Dukas-Theodas sos, Im Zeichen des Halbmonds. (Die türkische Reichshauptstadt.) 394 S. Mk. 4,50. 3) I. Staarstecher, Heinr. Heine, Der Antisemit und Nihilist. 56. S. 4 Mk. — Soeiety’s House, 10, Line. Inn Fields, London: 1) Sermons on the Jewisli Qnestion. 130 p. 1?. 2) Report for tlie year 1893—94. 151 p. 2 s._V_ Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße 45. Verlag: Goßner'sche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahrespreis: 80 Pf. Druck vc>n g tvindolff. L^eil»! r, VV., >Lt)urlotte»struße ö8.

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