Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 50 (1894)
- Issue
- 8 (1894)
- Date
- 1894-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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6H ihm der Arzt besorgte (die 50 geraubten Stücke waren inzwischen vernichtet worden), und kam zum Glauben an den Messias Jesus. Später wurde er nebst einem seiner Söhne getauft. Die Standhaftigkeit dieser beiden Männer gewann seither allmählich 72 Glieder ihrer Verwandtschaft und Bekanntschaft für den Heiland. — Der Jahresbericht des Syrischen Waisenhauses zu Jerusalem für *893 sagt: „Die Juden, welche in ihrem alten Vaterland Zuflucht suchen, sind fast durchweg keine Bibelfreunde, sondern Talmudisten. wenn einzelne mit ihren Familien nicht mehr fortkommen, so kommen sie zu uns, machen die besten Versprechungen, schließen die bündigsten Kontrakte über ein verbleiben ihrer Knaben. j)aßt es ihnen aber später nicht mehr, ihren Vertrag zu halten, so haben sie Mittel und Wege, ihre jungen Leute wieder an sich zu ziehen und aus den fänden der christlichen Erzieher zu bringen. Nur einzelne halten über die schulpflichtige Zeit hinaus aus." Anmeldungen jüdischer Kinder werden trotzdem stets verücksichtigt. Seit mehreren Jahren haben die Jerusalemer Juden ein nach dem Muster der evangelischen Anstalt eingerichtetes eigenes Waisenhaus. — Im Juli *893 starb der in Gaza angestellte Missionsprediger Huber (früher in Nazareth). Sein einziger Sohn, der in England Theologie studierte, kam kurz zuvor zum Besuch der Eltern dort an und hatte noch das Glück, den Vater wiederzusehen. Nach dessen Tode blieb er in Gaza, um das Missionsamt des verstorbenen zu übernehmen. Aber schon im September folgte er seinem Vater in die Ewigkeit nach. — Auch aus Tiberias werden zwei Todesfälle berichtet. Beide betreffen Glieder der ebengenannten Familie. Am *9. Januar d. I. entschlief nach fünftägiger Krankheit Zubers jüngste Tochter, die nach dem Tode des Bruders mit ihrer Mutter zu ihrer, an den Missionsarzt Dr. Torrance verheirateten Schwester gezogen und in das Missionshospital zu Tiberias als Krankenpflegerin eingetreten war. Am 26. April wurde die Frau Dr. T. abgerufen, nachdem sie vier Stunden vor ihrem Tode einem Töchterlein das Leben gegeben hatte. Bei der Leichenfeier am 27. April wurde das Kind getauft. Die Verstorbene nahm allezeit regen Anteil an der Missionsarbeit. Sie besuchte oft arme jüdische Familien und wandte auch dem Krankenhause der Mission ihre Fürsorge zu. — Die Stadlmission inNew-Hork, in deren Diensten Missionar Warszäwiak steht, übernahm die bisher von Prediger Freshman daselbst geleitete Judenmission und ernannte w. zum Direktor derselben. Zur Statistik. An der Universität Berlin sind 52 jüdische Dozenten angestellt. Die Zahl der jüdischen Universitätslehrer in Königsberg beträgt 25. In Baden leben 27 000 Israeliten in *50 Gemeinden. Italien zählt etwa 45000 Juden. Die größten der 84 jüdischen Gemeinden sind: Rom (5600), Livorno (4050), Turin (2600), Venedig (2500), Florenz (2400), Ferrara (*750), Ancona und Modena (je *700), Mantua (*430), Mailand (**00). weniger als *000 Seelen zählen Verona, Padua, Lasale, Neapel (650), Genua (550) u. s. w. In Sibirien giebt es 20 000, in Indien *7 200 Juden (*0 500 in Bombay, 28OO in Aden, *450 in Lalcutta, *300 in Lochin u. s. w.). Briefkasten. Hrn. P. R.'Ll. An die von Ihnen genannten Adressen geht unser Blatt regelmäßig ab. Bisher wurde die Annahme nicht verweigert. — Hrn. St. M.-O. Das Zeugnis des Josephus über Lhristus, welches sich in den sog. Akten des PH. Sidetes findet (Theol. Litteraturblatt *894, Nr. *6 u. *7), scheint das aus der Archäologie des I. bekannte ungenau wiederzugeben. Empfangsbescheinigung. P. B.-v., P. L.-P. je 0,80. P. Dr. K.-B. *. Frl. Bl.-Sp. 2. Sup. Br.-N. *,60. P. M.-N. 3.60. Fr. R. B.-M., Fr. P. H.-N., Fr. Dr. Ll.-B., P. K.H., Hr. p. N.-L. je 5. Ref. Frauenver. Fredericia, Miss. U.-K., Frl. L. L.-A. je 6. Sup. H.-Str. 6. Diak. I. W.-A. 8,80. Herzl. Dank! Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße *3. Verlag: Goßner^sche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Jahrespreis: 80 Pf. Druck von I. windolff, Berlin S.W., Charlotte,istraße 88