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Dibre Emeth · 1894-01-01 · 6 (1894) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
50 (1894)
Issue
6 (1894)
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Wr. 6. — 50. Jahrgang. — 1894. Inhalt: Giltst und jetzt. — Zum (500 jährigen Jubiläum des Kanons von hippo (Schluß). — Line Misst »isreise durch Persien. — Religionsgespräche zwischen Christen und Israeliten. — Zu PscUm 2, (. — Lin Sozialdemokrat. — Zur Geschichte der Bibel. — Aus der jüdischen Presse. Einst und seht. Linst war mir die Gnade des höchsten verhaßt. Ich sah nicht Gefahren, empfand keine Last. Zwar wiesen mir Freunde des Heilandes Kreuz, Doch hatte ihr Jesus für mich keinen Reiz. Allmählich berührte das Mitleid mein Herz: Ich weinte im Blick auf des Märtyrers Schmerz. Doch stellt' ich mich nicht in das Licht des Gerichts, Und darum war Jesu Erlösung mir nichts. Da hat mich das freie Erbarmen erweckt, Mich tief durch den Fluch des Gesetzes erschreckt. Nun wurde zerbrochen mein thörichter Stolz. Ich eilte zu Jesu, zum Kreuzesholz. Und als ich mit Sünden beladen kam, Da tröstete mich sein heiliger Nam'. Ich ward mit dem Wasser des Lebens benetzt. Mein Lin und mein Alles ist Jesus mir jetzt. Mich ängsten auch Todesgedanken nicht mehr: Im Leben und Sterben mein Helfer ist er. Beendet der Pilger hienieden den Lauf, So nimmst Du in Gnaden, Herr Jesu, ihn auf. (Nach M' Lheyne.) Zum 1500 jährigen Jubiläum -es Kanons von Hippo. (Schluß.) Die Bedeutung des Ereignisses, dem unsere gegenwärtige Jubelfeier gilt, besteht also darin, daß eine nach vieler Mühe und heißem Aampf abgeschlossene Arbeit ihre kirchliche weihe erhielt. Die Airchenversammlung, die vor J[500 Jahren tagte, beschenkte die Christenheit zwar nicht erst mit den Schriften der Bibel, denn diese waren längst vorhanden, aber mit einer Urkunde, welche die biblischen Schriften von allen übrigen absonderte und als die heiligen Schriften der Airche förmlich und feierlich auszeichnete. Es fei hier noch bemerkt, daß das Wort „Bibel" erst seit jener Zeit seinen jetzigen Sinn hat. Ehrysostomus war der erste, welcher den griechischen Ausdruck „tu biblia“, d. h. die Bücher, als Zusammenfassung der für Israel und die Uirche heiligen Bücher gebrauchte. Später wurde dasselbe Wort als Einzahl behandelt. In der lateinischen Ehristenheit redete r" l£ gl.Bihlinfopk aw qa I

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