Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 50 (1894)
- Issue
- 5 (1894)
- Date
- 1894-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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40 bildete sich auch in Manchester, der zweitgrößten jüdischen Gemeinde in England, ein Verein zur Erhaltung der Selbständigkeit der Einzelgemeinde gegenüber dem „Papsttum" des londoner Oberrabbiner-.- — Der Herausgeber der Jerusalemer hebräischen Zeitung „Hazzebhi", Ben Jehuda, wurde auf Anstiftender Lhalukaempfänger, die mit ihm unzufrieden waren, wegen angeblicher Aufreizung gegen die Regierung zu einer Zuchthausstrafe verurteilt. Das Beiruter Appellationsgericht hob jedoch dies Urteil auf. — Uber die argentinischen Kolonieen von Baron pirsch berichtet der britische Vice-Konsul in Buenos Ayres: „Die meisten jüdischen Kolonisten waren kleine Händler, Schneider, Schuhmacher, Hausierer, Schmiede u. s. w. viele waren Bummler der schlimmsten Sorte, welche später fortgeschickt werden mußten. Mit Ausnahme einiger beffarabischen Juden verstand niemand etwas vom Ackerbau. Familien von sieben Personen kommen am besten fort. Einzelnen gelingt es nicht so gut. Am Anfang dieses Jahres zählten die jüdischen Kolonisten in Argentinien fast 6300 Seelen. Für den Kolonisationsplan waren 440 ooo Pfd. Sterling ausgegeben worden, die Hälfte davon kommt auf Landankauf. Dieses Jahr giebt die Kolonisationsgesellschaft den Kolonisten drei viertel der Ernte. Lin Viertel wird zurückbehalten, um die Kosten zu decken. Jede Familie erhält etwa $o Acres Land, 8—\2 Ochsen, zwei Pflüge, zwei Eggen und ein Haus nebst Lebensmitteln, bis die Ernte herankommt." Zärlefüasten. fjnt. F.-B. 0 In den Augen Jesu galt die Leugnung seiner Messianität als eine schwere Sünde: Joh. 5, 23; \6, 6 f. Zeugnisse dafür, daß Gott ihn thatsächlich gesandt hatte, enthielten nicht nur die Aussagen des Täufers Johannes und Jesu eigene Erklärungen: sie fanden sich auch in einer Reihe außerordentlicher Kundgebungen des himmlischen Vaters: Joh. 5, 33 ff. 8, \8: 42. VOer Jesum verwirft, macht sich des Ungehorsams gegen den geoffenbarten willen Gottes schuldig. Außer den 3 von Jesu selbst genannten unverdächtigen Zeugen (Joh. 6, 46) beleidigt der Leugner der Messiaswürde des Heilands auch den Gesetzgeber des alten Bundes: Joh. s, 46 f. vgl. 2. Mose 4, 8. 2) Trotz der selbstverschuldeten Blindheit eines großen Teils des jüdischen Volkes wurde es dem von ihm selbst herausgeforderten Gericht (Mat. 27, 25) nicht sofort preisgegeben, vielmehr versuchte der von Israel verstoßene, aber von Gott auserweckte und erhöhte Erlöser durch den pfingstgeist aufs neue die harten Kerzen zu erweichen. Die Strafe brach erst herein, als auch jetzt noch bei der Mehrzahl der Unglaube fortdauerte. Und diese Strafe liegt immer noch auf denjenigen Nachkommen, die sich der gleichen Sünde schuldig machen wie ihre Väter. 3) Nie darf ein Christ sich freiwillig zu einem Strafwerkzeng für Israel machen. Sein Bemühen muß vielmehr darauf gehen, den Fluch in Segen zu verwandeln, vgl. Sach. 8, \5. 4) Die Sünde des Kaiphas und seiner Gesinnungsgenossen wird dadurch nicht gemindert, daß sie die Erfüllung von Jes. 55 herbeiführte. Ebenso gereichte es den Brüdern Josephs nicht zur Entschuldigung, daß Gott aus ihrer bösen Saat eine gute Frucht erwachsen ließ. 5) Das Bewußtsein treuer Pflichterfüllung ist ein schlechter Hoffnnngsanker, denn „durch des Gesetzes Werke wird kein Fleisch gerecht": Gal. 2, \6. Dagegen macht der Glaube an Jesum, den Messias, nach demselben Vers gerecht, läßt also fröhlich leben und selig sterben. ZLücherverlcht. Schmort und v. Seefeld Nachf.. Hannover: D. F. Düsterdieck, Soziales aus dem Neuen Testament. 59 S. 50 Pf. — Elliot Stock, London E. C.: S. Wilkinson, Modern Judaism versus tlie Bible. 40 p. 6 d. — Selbstverl. v. I. Dessau er, Budapest, waitznerstraße 22: minn Der Raschi-Kommentar zu den 5 Büchern Moses. Deutsch mit beigedr. Bibeltext. 555 S. 4 Mk. (früher 6 Mk.). — S. Lalvary u. To., Berlin N. W.: M. Hartmann, Die hebräische Verskunst nach Immanuel Fransis n. andern jüd. Metrikern. VIII, joo S. — I. pick, Krakau, Lubiczgaffe 36: L. Hackenschmidt, Die Judengasse in Straßburg. 3t S. — Ehr. Belser. Stuttgart: w. Becker, Ist die Judenmissiou wirklich eine Christen- Pflicht? (Zeitfragen d. chr. v. XIX, 2.) 43 S. 80 Pf._ Herausgeber: Prediger W. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße ^3. Verlag: Goßner'sche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Jahrespreis: 80 Pf. Druck von 3. tvindolff, Berlin S.W., Lharlottenstroße 88.