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Dibre Emeth · 1893-01-01 · 12 (1893) · page 1

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Journal
Dibre Emeth
Volume
49 (1893)
Issue
12 (1893)
Date
1893-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Wr. 12. — 49. Jahrgang. — 1893. Inhalt: Am Christfest. — Chanukka und Weihnachten. — Aus dem Midrasch Bereschith Rabba. — Rizpa, die Tochter Ajas. — Köhlers Lehrbuch. — Zu Pf. 3H. 6. — Zu Ap.-G. 5, 2% — In Japan. — Kleine Misst Mszeitung. — Empfangsbescheinigung. Am Christfest. Weihnachtsdüfte wehen, Weihnachtsengel gehen Still dahin durch Wies' und Hain. Gottes ew'ge Liebe Leuchtet in die trübe, Lange Winternacht herein. <; Ja, Du Gottgesandter, S Unser Blutsverwandter,? preisend will auch ich mich nah'n. Bis ich's lerne droben, Nimm mein schwaches Loben c. Hier auf Erden gnädig an! wieder zieht die Runde von dem neuen Bunde Durch die ganze Lhristenheit. von dem Lingebor'nen, Der sich den verlor'nen Zum Erlöser hat geweiht. Sinnend sinken wieder An der Rrixpe nieder vor dem holden Jesuskind Tausend arme Sünder, welche Gottes Rinder Durch dies Rind geworden sind. Jubelsang ertönet Dem, der uns versöhnet Mit der höchsten Majestät, wer kann stumm verbleiben, wer kann sich noch sträuben, Ihm zu weih'n sein Dankgebet? Ohne Dich, ach, wäre (> Eine kahle, leere £ wüste diese %an$e Welt. ( Zarte Blumen sprießen, s Silberbächlein fließen, £ weil Du Dich hier eingestellt. Daß mir wahre Freude, Tröstung wird im Leide, Daß mein Leben lebenswert, Daß dem Sterbenskranken Durch die Trostgedanken wird ein selig End' beschert: Das ist Dein Erbarmen, Jesu, der uns Armen Du Dich zugewendet hast. Drum an Deiner Rrixpe Opfert meine Lippe Dank Dir, heil'ger Himmelsgast. Chanukka und Weihnachten. Der Dezember ist ein Festmonat für die Synagoge und für die Kirche. Die Feste, welche er bringt, Lhanukka und Weihnachten, werden mit schönem Lichterglanz gefeiert. Beide Religionsgemeinschaften betrachten die strahlenden Kerzen als Sinnbilder der geistigen Erleuchtung, mit welcher Gott die Menschen erfreut. Aber das weihnachtsfest verherrlicht ein Ereignis, bei welchem der Allmächtige eine noch viel reichere Lichtfülle gespendet hat als am 23. Kislew des Jahres f65 v. Ehr. Die Lhanukkafeier geht von diesem Tage, d. h. von der durch Judas Makkabäus bewirkten Wiedereinweihung des entweihten Jerusalemer Heiligtums aus. Das christliche Fest hat es dagegen mit der durch die Geburt des Messias geweihten Nacht und ihrer überschwänglichen Segensfolge, der Erneuerung des von der Sünde zerstörten Tempels der Menschheit, zu thun.

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