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Dibre Emeth · 1893-01-01 · 9 (1893) · page 8

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Journal
Dibre Emeth
Volume
49 (1893)
Issue
9 (1893)
Date
1893-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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In Dobrowitz bei Ezaslau wurde die Synagoge beraubt. - Der warschauer Rabbiner Dr. Zilkow läßt tu der I. Fischer'schett Buchdruckerei zu Krakau das hebräische Alte Testamettt mit einer polnischen Übersetzung und Erklärungen drucken. — In Elisabeth grad wurde ein Ingenieur Ramens Temkin zmn Rabbiner gewählt. — Itr Jerusalem starb der Hauptrabbiner der Sephardiin, panizel. Seit: Rachfolger wurde Jakob Saul Lliashar. — Aus Safed wird berichtet, daß dort von jüdischer Seite viel geschehe, um die hebräische Sprache wieder zu einer lebendigen zu machen. „Die bereits erzielten Erfolge sittd einfach erstaunlich. Richt nur Knaben, sondern sogar Mädchen sind imstande, fließend hebräisch zu sprechen."— In einer Moschee in Gaza fattd man auf einer korinthischen Säule eine halb erhabene Abbildung des siebenarmigen Leuchters. Eine unterhalb des Bildwerkes angebrachte griechische und hebräische Inschrift enthält eine Widmung an Ananias, beit Sohn Jakobs. Die Säule gehörte wohl einst zu einer dortigen Synagoge. — In Schi ras, der Hauptstadt der persischen Provinz Farfistan, der Heimat der berühmten Dichter Saadt und Hafis, leben jetzt 5000 Juden unter 55000 Muhammedanern und 50 Armeniern. Das Iudenguartier (Mahale Iahudian) besteht aus ^50 Häusern. Es sind jo große Synagogen und 5 Schulen vorhanden, in welchen letzteren Hebräisch gelernt wird. Die Umgangssprache ist ein eigentümlicher persischer Jargon. Den Talmud kettnen nur die Rabbiner. Diele Juden sind Gold- und Silberschiniede, andere Wein- und Mpinmhändler, Gastwirte, Musiker, die meisten aber Arbeiter oder Handwerker. Während der oberste Mollah (mnhammedanische Priester) die Juden bedrückt, tritt der Gouverneur, ein Gheim des Schahs, für ihre Rechte ein. — In Tetuan (Marokko) verübten die Mauren Gewaltthätigkeiten gegen die Inden, weil eine von einem jüdischen Händler verkaufte Patrone explodiert war und den Käufer verwundet hatte. — Der egyptische Premierminister Riaz Pascha bekennt sich zur mosaischen Religion. Line jüdische Zeitschrift rühntt, er sei tnächtiger als Joseph, da er infolge des englischen Einflusses über seinem Pharao stehe. — In Rew-Hork giebt es etwa J50 000 russisch-polnische Juden. Die Mehrzahl derselben wohnt zwischen Houstotr- und Divisionstreet und östlich von der Bowery. Die elenden, aber dicht besetzten.Häuser dieses Bezirks bringen hohe Mieten ein. Im Bekleidungsfache sind mehr als 80% der Arbeiter russisch-polnische Juden. Zahlreiche Bethänser und -stubcn bezeugen die Strenggläubigkeit dieses Bevölkerungsteiles. Die Straßen zeichueit sich keineswegs durch Reinlichkeit aus. Die Jugend ist sehr lerneifrig und besucht gerne die freie winterabendschule. Int östlichen Teile der Houstonstraße wohttett viele ungarische Juden, die sich hier auch hübsche Syttagogen gebaut habett. — In Australiett wurde ein Israelit, Isidor Liffner, zum Minister für Bergbau und öffentliche Arbeiten ernannt. Ein anderer, A. I. Isaacs, wurde Generalauwalt für Viktoria. MicheröerichL. D. B. Wiemann, Barmen: I. Fr. w. Stolle, Küsset den Sohn! Neue geistl. Lieder und Gedichte. \22 S. — E. Ostrußka, Lemberg (Sixtusg. jo): M. R., rPtP'cn rvm Gesetz uttb Glaube der Lhristen in Fragen und Antworten. ^1 S. Für 25 Pf. in Briefmarken v. d. Herausgeber der „D. E." zu beziehen. — Schmor! 11. v. Seefeld Nachf., Hannover: D. F. Düsterdieck, Soziales aus betn Alten Testament. 51 s. 50 Pf. — I. Kaufmaun'sche Bttchh., Frankfurt a. m.: Pr. L. Lewin, R. Simon ben Iochai, ein histor. Zeitbild a. d. 2. nachchriftl. Iahrh. S. Mk. j, 50. — I. Ehrenpreis, Lemberg: I. Brüstiger, Iugetldblüteti. Erzählungen u. literarische Beiträge. Hebräisch. 70 S. Empfangsbescheinigung. Fr. P. B.-N., Stud. L.-Pl. je 0, so. Ob.-Insp. M.-L. 50. Aus Rohr 7. Fr. P. H.-N. 7, 70. Frl. v. P.-Br. 22, 34.— Herz!. Dank! Unser neu gegründetes Kiuderblatt „Timotheus" wird den Abonnenten der „D. E." auf Wunsch unentgeltlich zngesandt. Beiträge zur Bestreitung der Herstelluttgskosten sind sehr willkommen. Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hattffstraße jj. Kommissionsverlag der Buchhandlung der Goßner'schen Mission, Friedenau-Berlin. Druck von Z. windolff, Berlin, Lhcirlottcnstcoße 88.

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