Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1893-01-01 · 1 (1893) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
49 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2554541-2555009-2555010--09219-2565353
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

8 Versammlung dein Sultan ein dreimaliges Hoch aus. Nun fuhr ein mit Palmenzweigen und türkischen Fahnen geschmückter Zug vor, um die Festgenossen nach dem eine Stunde entfernten Betir und wieder zurück zu bringen. Soweit die Plätze reichten, durften auch ungeladene Gaste an dieser Freifahrt teilnehmen. Abends gab die Baugesellschaft ein großes Mahl. — Die jetzt befolgte Spur wurde schon vor mehr als drei Jahrzehnten von einein preußischen Ingenieuroffizier ausgesteckt und vermessen. Die Bahn wendet sich von Ramleh nach Südosten, geht in vielen Windüngen durch die Thäler Wadi Saraa und Wadi Ismain und erreicht so die Ebene Rephaim bei Jerusalem. Ihre sechs Stationen sind: Lydda, Ramleh, El-Manfura, Sejed, Deir-Aban und Betir. Als ein Übelstand wird es empfunden, daß der Bahnhof in Jerusalem/'/? stunde außerhalb der Stadt liegt und die dorthin führende Straße sehr beschwerlich ist, weil sie stark bergab und bergauf geht. In Jaffa beträgt die Entfernung der Station vom Landungsplatz am Jollgebäude sogar über V2 Stunde. Zur Statistik. Bei der Volkszählung von 1890 hatte das Deutsche Reich 567884 jüdische Linwohner gegen 5631?2 im Jahre 1885. Die Zahl der Evangelischen stieg von 29369847 auf 31026810, die der Katholiken von 16765 734 auf 17647921, die der andern Christen von 125673 auf 145540. Zu andern Religionen bekannten sich 13315 gegen 11278 im Jahre 1883. — Im Jahre 1890 bestanden in Preußen 2211 evangelischjüdische Mischehen mit 1377 Rindern. In 1255 Fallen war der Mann evangelisch, in 956 jüdisch. Die Zahl der katholisch-jüdischen Ehen betrug 425, die Zahl der aus denselben hervorgegangenen Rinder 267. Es hatten 215 Ratholiken Jüdinnen, 210 Juden Ratbolikinnen geheiratet. Der weit überwiegende Teil der Rinder gehörte dem christlichen Bekenntnis an. von den Rindern ev. Väter waren n?6 ev., 212 jüd., während 59 ein drittes Bekenntnis hatten, voll den Rindern jüd. Väter waren 1192 ev., r>i5 jüd., 82 Glieder eines andern Bekenntnisses Ein Rind einer muhammedanisch-jüd. Familie folgte der Religion des Vaters. — Unter den in Deutschland bestehenden 44 Anstalten für Schwachsinnige ist nur eine israelitische mit 10 Zöglillgen. von den 7028 Zöglingen, die sich in sämtlichen Anstalten befinden, sind 146 mosaischer Religion. Im ganzen soll es in Deutschland mehr als 60 ooo Schwachsinnige geben. — Die Universität Lemberg wurde im Sommer 1892 von 1193 Studenten, darunter 21? Israeliten besucht. — In Ungarn leben 725 000 Juden. — In Odessa wohnen uuter 504267 Einwohner 93982 Juden und 1334 Raräer. — Im englischen Unterhause sitzen jetzt 7 Israeliten. — Die Isr. Allianz zählt 30000 Mitglieder, von denen gegen 2000 in Paris leben. 7/8 der Mittel werden für Schulen gebraucht. M ü ch erö erich L. Verl. d. Deutschen Ev. Buchu. Träktatges., Berlin N.: 1) I. wilkinson, Israel Meine Herrlichkeit! Israels Mission und Missionen für Israel. 463 S. Mk. 4. 2) G. Lalthrop, Die Iudenfrage. 14 S. Mk. 0,10. 5) Derselbe, Die jüd. Rolonisationsfrage. 14 S. Mk. 0,10. — C. £?. Beck, München: H. L. Strack, Der Blutaberglaube in der Menschheit. 4. Ausl. XII u. \55 S. Mk. 2. — I. F. Steinkopf, Stuttgart: I. wichelhaus, Die Lehre der h. Schrift vom Worte Gottes, vom Wesen und wirken Gottes, vom Menschen und Gesetz Gottes. 3. Auft. 410 S. — H. Rlein, Barmen: 1) A. Natorp, Ev. Bruderliebe. Vorträge über den Gustav- Adolfs-Verein. 5 Teile. Mk. 1,50. 2) O. Henke, Der Sabbatismus. Line judaistische Reliquie in der christl. Rirche. 3. Aust. 119 S. Mk. i.so. 3) R. Geiger, La Salette. Line Wunderstätte des 19. Iahrh. 64 S. Mk. 0,60. 4) H. Dscheut, Die Evangelischen der Niederlande unter Philipp II. 2. Aufl. 40 S. 5) w. Haller, Das Ronzil zu Ronstanz. 60 S. 6) H. Nebelsiek, Ein span. Protestant der Reformationszeit. 68 S. 7) L. Herbst, Die heil. Elisabeth. 40 S. No. 4—7 je Mk. 0,10. ZLitte. Um Einsendung der Haltegebühr für 1895 (80 pfg.) wird freundl. ersucht. Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße 11. Rommissionsverlag der Buchhandlung der Goßner'schen Mission, Friedenau-Berlin. Druck von g. windolff, Berlin, Lharlottenstroße 88

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.