Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 48 (1892)
- Issue
- 8 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. ßu Wurth > Wr. 8. — 48. Jahrgang. — 1882. < ---/x_j Anhatt: Die Kinderqräher im Missionsgorten zu Liberias. — Aus Briefen des sel. Miss. West. — Das Menschenopfer bei den Israeliten (Schluß). — Das Programm des Christentums. — Tägliche Reinigung, — Zu Matth. 6, — Kleine Miffionszeitung. Me Kindergräber im Missionsgarten }ü Tiberias. Des Fimmels hunkele Bläue < Und goldener Stkvne Pracht ) Durchleuchtet heut' aufs neue? Die milde, stille Nacht. Am Ufer nur, da schäumen? Die Wasser brausend auf, \ wie edle Rosse sich bäumen, ) wird plötzlich gehemmt ihr Lauf. <| Die Wellen bespritzen die Steine S Und schlagen mächtig empor, Als strebten sie zu dem Scheine Der Sterne, zum Himmelsthor. ) Ein Garten liegt am Gestade § Und zieht sich hinauf zu den Höh'n. Da sieht man auf blumige,n Pfade Zwei Llternpaare geh'n. Nun stehen sie still und weinen Und schauen zur Erde hinab: Hier senkte man ihre Aleinen Ins dunkle Felsengrab. Doch göttliche Trostgedanken Durchleuchten die Trauernacht, Daran sich die Kerzen ranken Empor zu des Fimmels Pracht. In einem Garten weiland Lag Jesus ebenso. Und doch erstand der Heiland Und machte Trauernde froh. Sein siegreich Auferstehen verbürgt uns die Herrlichkeit. Drum können zum Fimmel sehen Die Seinen im tiefsten Leid. Ihr holden Rindlein habet Schon jetzt an dem Reiche teil, In welchem er uns begabet Mit ewigem Frieden und Heil. Linst werden auch Euere Grüfte Hier, an des Meeres Strand, . Umwehen die Lebenslüste < vom himmlischen heiligen Land. Aus Briefen des sei. Missionars West. Tr., den \2. August 1(858. — Der f}(£rr, der allein Bahn machen kann, hat mir auch an diesem Ort einen Segen zuteil werden lassen und mein armes Flehen überschwänglich erhört. Ich war besorgt, daß ich hier ein ganz neumodisches Geschlecht vorfinden würde. Aber in dem ersten Hause, wo ich mit Furcht und Beklommenheit einkehrte, sagte mir ein Jude nach einem ziemlich langen Gespräch, daß er sich meiner noch sehr gut erinnere. Als ich vor 22 Jahren hier war und bei dem Schullehrer Ar. verkehrte, ging er bei ihm in die Schule. Gestern abend traf ich einen Juden vor der Thür auf einer Bank, den ich noch kannte, und er kannte mich. Ich mußte mich zu ihm setzen, und wir kamen bald auf den Hauptpunkt zu sprechen. Ts kanr ein Bruder hinzu, dein andere Verwandte folgten. Die Freude, nrich