Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 48 (1892)
- Issue
- 5 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Wr. 5. — 48. Jahrgang. — 1892. Inhalt: Alexander M'Laul. — Das Menschenopfer bei den Israeliten. — Jüdische Chronik. — Zur Geschichte der Bibel. — Bücherbericht. — Empfangsbescheinigung. Alexander M'Caul. Mit herzlicher Freude zeigen wir die Vollendung der Geschichte der evangelischen Judenmission an, welche wir der gewandten und sachkundigen Feder des Llberfelder Pastors I. de le Roi verdanken. Auf den *88^ erschienenen ersten Band sind zwei weitere gefolgt, in welchen die zweite Hälfte des \8. Jahrhunderts und die Gegenwart dargestellt werden, welche reiche Fundgrube der Verfasser seinen Lesern erschließt, ersieht man schon aus den dem Lchlußbande beigegebenen Namensverzeichnissen. Um zur Anschaffung des Werkes zu ermuntern, geben wir eine Probe aus demselben: die Lebensskizze des Verfassers der „Netbibhoth Olam“ (III, 5. 49 ff.). Alexander ZH’CauI wurde 1(799 in Dublin geboren. Schon früh zeigte sich fein großes Sprachtalent. 7 Jahre alt, sprach er bereits das Französische so fließend wie das Englische. Nach seinem 7. Jahre begann er den Unterricht in den klassischen Sprachen, und mit (2 Jahren war er für die Universität reif, wegen seiner großen Jugend konnte er jedoch in Trinity Lollege nicht ausgenommen werden, und so benutzte er die Zeit, sich in Latein und Griechisch zu vervollkommnen. Er besaß ein außerordentliches Gedächtnis, und bis ins späteste Alter erinnerte er sich noch dessen, was er als Jüngling in den klassischen Schriftstellern gelesen hatte, so genau, daß er oft die Seite angeben konnte, auf welcher ein Wort eines Autors stand. Im Oktober (8(-( trat er, (5 Jahre alt, in Trinity Lollege zu Dublin ein und studierte hier sehr eifrig. In seinen Ferien hat er einen ganzen Ulonat lang täglich 1(6 Stunden gearbeitet, ohne das Zimmer zu seiner Erholung zu verlassen. Diese angespannte Araft zu studieren „behielt er bis in sein höheres Alter, aber freilich wurde durch solche Überanstrengungen seine physische Araft erschüttert, und er hat sich nie einer Gesundheit wie viele seiner Genossen erfreut, weil er seine Zeit auskaufen wollte, um zu nützen, was er nützen könnte, kannte er keine Schonung für sich selbst. (8(9 erhielt er den Grad eines Baccalaureus Artium und fing an, ... Vorlesungen an der Universität zu halten. In dieser Zeit stand unter seiner Aufsicht auch der Earl of Rose. Dieser ausgezeichnete Astronom sprach es stets aus, daß er Ul'Laul für feine geistige und wissenschaftliche Entwicklung sehr viel zu danken habe. £. A)ay war es dann, welcher den Studenten durch eine Ansprache in der Rotunde zu Dublin für die Iudenmission begeisterte. Er gehörte hernach zu denen, mit denen das lVay'sche Seminar in Stansted eröffnet wurde. (820 trat er in dasselbe ein. Das Jahr darauf wurde er mit dem jDroselyten Saloinon ausgesandt, um zu