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Dibre Emeth · 1892-01-01 · 4 (1892) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
48 (1892)
Issue
4 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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scheint schon Ies. 8, 6 von diesem leise rinnenden Wasser Siloahs zu handeln, und es wäre dann das Alter der Inschrift noch höher. Jedenfalls ist die letztere die älteste in hebräischer Sprache, die bis jetzt in Palästina aufgefunden wurde. Ihre Abbildung ist in der Zeitschrift des deutschen Palästinavereins (IV, Tafel VII und VIII und S. 260) enthalten. Im Jahre 1890 verbreitete sich die Runde, daß dies wertvolle Denkmal der Vergangenheit verschwunden sei. Von Inspektor 5. in Jerusalem erfuhr ich, ein Grieche habe, veranlaßt durch gewisse deutsche Reichsangehörige, die Inschrift herausgemeißelt. Doch wurde die Absicht, sie nach Deutschland zu bringen, vereitelt. Missionar entdeckte den Ort, wo sie aufbewahrt wurde, indem die Frau jenes Griechen, die in das Geheimnis nicht eingeweiht war, in Abwesenheit ihres Mannes ihn darüber unterrichtete. H. machte die Sache bekannt, und so kam sie zu den Ohren des Paschas, welcher das ausgehauene, mehrfach zersprungene Stück alsbald in Beschlag nahm, um es in das Altertumsmuseum von Ronstantinopel schaffen zu lassen. während meines Aufenthalts in Jerusalem bot Missionar Ls. einem deutschen Professor, welcher gleich mir Gast des deutschen Iohanniterhospizes war, Gelegenheit, den Stein zu sehen, wie Prof. M. mir später schrieb, konnte er ihn leider nur oberflächlich beaugenscheinigen. Als die beiden Herren zum zweiten Mal den Pascha besuchen wollten, wurden sie nicht vorgelassen. Da Ein Ausdruck in der Inschrift Schwierigkeiten verursacht, wäre eine erneute genaue Untersuchung sehr wünschenswert gewesen. Kteine Wissionszeitung. Der ref. Missionsverein in Lübeck berichtet in seiner „56. Nachricht" über eine Iahreseinnahme von M. 225046. Auf die Juden,nission entfielen hiervon *97, darunter 65 auf die Breslauer. Auch der Ierusalemsverein und das Syr. Waisenhaus von Schneller wurden unterstützt. Der Jahresbericht von Pastor Deiß zeigt im Anschluß an Matth. 6, *0, *. Tim. 2, 4, *. Mose 22, *8, Gal. 3, *6, Ies. 60, *—6 und Matth. 28, *9, wie der Liebesratschluß des himmlischen Vaters dahin ziele, alle Menschen zu dem Gottesreich zu führen, in welchem Gerechtigkeit, Friede und Freude im heiligen Geist ist. Die Mission suche diesen Ratschluß zur Ausführung zu bringen, indem sie den Völkern das Evangelium verkündige. Trotz alles Widerstandes sei sie mit ihrer predigt seit dem ersten christlichen Pfingstfest siegreich und segensreich durch die Welt geschritten und überwinde noch immer von Jahr zu Jahr die verschiedenartigsten Menschen. Die Misstonsvereine sollen dazu helfen, daß der Heiland der Welt Heiden, Juden und Muhammedanern bekannt wird. — Im Juli v. I. begab sich Robert Feinsilber,?er ungefähr 2 Jahre lang als Gehilfe an der Seite von Rabinowitsch gearbeitet hatte, in seine Geburtsstadt Odessa, um fortan unter den hier lebenden *20000 Juden zu missionieren. Die Stadt zählt im ganzen nur 300000 Einwohner. Man hofft, daß die städtischen Behörden dem jüdischen Reformator von Rischinew gestatten werden, seinem früheren Gehilfen auf dessen neuem Arbeitsfeld gelegentlich mit einer predigt zu helfen. Liu hierauf bezügliches Gesuch wurde von mehreren Israeliten in G. unterzeichnet. — In Ronstantinopel (Galata) fanden sich im August und September *89* in dem Missionszimmer der L. I. M., welches täglich von 9'/4'/v Uhr offen steht, 47* jüdische Besucher ein. Täglich erschienen 9—*2, am Sonnabend noch mehr. Manche baten um christliche Schriften, wie solche immer in den Fenstern der Stube ausgestellt werden. Lin Jude nannte die „Alten Pfade" von M'Eanl „das Echo seines Gewissens" und „ein Licht für die Blinden." Er rief: „Gott segne den weisen Mann, welcher dies Buch geschrieben hatl" - Am 5. November wurde in der Gouldonstraße in London für die zahlreichen Israeliten im Ostende der Stadt eine neue Missionshalle der L. I. M eröffnet. Dieser Raum soll nicht nur für gottesdienstliche Versammlungen, für eine Abendschule und als Lesezimmer, sondern auch als Poliklinik Verwendung finden. (Ein gelehrter Chinese äußerte sich über die ärztliche Mission in seiner Heimat folgendermaßen: „wenn eine perle oder ein im Dunkeln leuchtender Edelstein plötzlich einem Unvorbereiteten vor die Augen gehalten wird, so wird er glauben, einen bösen Geist zu seben und im Schrecken nach de,n Schwert greifen. Die heilige Lehre (das Christentum) ist ein Edelstein. Wird sie aber den Unwissenden unvermittelt aufgedrängt, so wollen sie gewiß nichts davon. Ls ist deshalb eine ganz vortreffliche Methode, das Werk des Predigers

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