Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 48 (1892)
- Issue
- 2 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Aufmerksamkeit zu, und die Kollekte in der evangelischen Kirche für die dottige Kolonie sei sehr ertragreich gewesen. Der dortige Kapellenbau sei so weit in den Plänen vorbereitet, daß Hoffnung sei, diese Pläne im Laufe des nächsten Monats dem Kaiser unterbreiten zu können. Für die Entsendung eines kirchlichen Oberhirten nach Jerusalem bestehe viel Neigung, indessen bringe eine solche viele Schwierigkeiten mit sich, namentlich in finanzieller Einsicht, wenn dieser Oberhirt mit demselben Pomp ausgerüstet werden solle wie der griechische und der katholische. Der Einführung einer einheitlichen Liturgie, des innigsten Wunsches des Kaisers Wilhelms I., stehe der Oberkirchenrat sehr freundlich gegenüber, hierauf teilte Sup. Hoffmann-Frauendorf einige Erfahrungen aus Jerusalem mit, wo er früher Pfarrer war, und unterstützte den Antrag Hohenthal, der mit großer Mehrheit angenommen wurde. Zur Statistik. 0 Am *. Dez. 4690 zählte Berlin 79286 Juden. Nach.dem endgiltigen Ergebnis der an diesem Tage stattgehabten Volkszählung betrug die Zahl der Juden im Königreich Preußen 372058 unter einer Gesamtbevölkerung von 2995528* Seelen und neben *9230375 Evangelischen, *0252607 Katholiken, 9535* andern Christen und <*690 Personen anderen Bekenntnisses. Wie bei den Evangelischen, verminderte sich auch bei den Juden seit *885 der Anteil an der Gesamtbevölkerung, während er bei den Katholiken und den andern Christen stärker wurde. — In Luxemburg leben unter 2**088 Seelen *009 Juden. — In Mähren bestehen 50 Synagogengemeinden. — 2) In Hamburg wurden nach den soeben erschienenen kirchlichstatistischen Zusammenstellungen von Pastor G. Ritter daselbst in den *0 Jahren von *68*—*890 2*4 Juden in der lutherischen Landeskirche getauft. Der Herausgeber bemerkt zu dieser Zahl: „Und es sind außer ihnen doch nicht weniger in anderen kirchlichen Gemeinschaften getauft. Mag man auch über die zur Taufe treibenden Motive denken, wie man will: es ist doch eine kleine Hülfe zur schrittweisen Assimilierung einer fremdartigen volksxersönlichkeit." — Durch die „orthodoxe" Mission in Rußland wurden in den Jahren *870—67 64**63 Nichtchristen getauft. Die Mehrzahl der Uebertritte erfolgte von Heiden, nämlich 7*272 Die Zahl der getauften Muhammedaner betrug 429;*, die der Juden 8597. Im Jahr *888 wurden 3442 Heiden, 3**3 Muhammedaner und 797 Juden in die russische Kirche ausgenommen. Empfangsbescheinigung. P. H.-D., M. M.-L., Prof. W.-L., Fr!. K.-Dr., F. B.-Br., P. w. u. H. L.-A. je 0,60. P. K.-B. 0,80. Frl. K.-Schr. u. P. F.-H. je *. P. Br.-St., F. R.-Achh., Ref. Schr. V.-Llb. je *,20. L. R.-Gr. *,60 u. 4,20. Dek. B.-H., P. Bl.-S. je 2. P. St.-Gr. P. 3. P. Fl.-Nd. B. 4. P. R.-L!b. 5. P. K.-H., Miss. U.-D., Fr. St.-St. je 6. P. B.-H. *0. Fr. Schl.-L. *8,36. Herzlichen Dank! Anzeige. Im Verlage der Buchhandlung der Goßner'schen Mission zu Friedenau-Berlin ist erschienen: W. Wecker, Keitige Wahrheiten. Reden und Aufsätze. 82 S. 8». ju *,20. Diese Schrift ist zunächst ein Abschiedsgruß an die Freunde des Verfassers in Breslau. Sie enthält einen Beitrag zur positiven Widerlegung neuerer Angriffe auf das biblische Christentum. Als Nachtrag zu dem, was im Vorwort über die „Ernsten Gedanken" des Herrn v. Lgidy gesagt wird, sei hier aus einem jüd. Blatte ein sehr richtiges Urteil über diese Arbeit mitgeteilt. Nach demselben durchzieht sie „eine unbewußte Sehnsucht nach dein positiveii Reformjudentum." Lin Verständnis dafür, daß der militäriiche Schriftsteller die Majestät der Geschichte frevlerisch antastet, geht dem Beurteiler leider ab. Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße **. Kommissionsverlag der Buchhandlung der Goßner'schen Mission, Friedenau-Berlin. Druck von 3. Mindolff, Berlin, Lhcirlottenstcaße 88.