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Dibre Emeth · 1891-01-01 · 11 (1891) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
47 (1891)
Issue
11 (1891)
Date
1891-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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ilm Wmsch. Gin Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Ur. 11. — 47. Jahrgang. — 1891. Inhalt: Der 83. Jahresbericht der £. I. ITC. — In: Lande Immanuels (Forts.). — Die Lage der Jüdinnen in Marokko. — Jüdische Chronik IV. — Bücherbericht. — Zu Mose \ (J. — Au Psalm 8, 3. Der 83. Jahresbericht der K. J. M. zählt 37 Mittelpunkte missionierender Thätigkeit auf. Unter den i. I. J890 beschäftigten ^3Z Missionsarbeitern waren 83 jüdischer Abkunft. In Europa steht der Gesellschaft natürlich die Fürsorge für die englischen Juden obenan. In London wurde Prediger Williams an die Spitze des ganzell Werkes, auch des Missionsseminars, gestellt, sowie zum Raplan der Gesellschaft ernannt. Miss. Eppstein hatte 58 Zöglinge. \7 bestanden die bischöfliche Prüfung und \ö wurden getauft. Besonders zweckmäßig ist die Einrichtung,, daß die Iudenmisfion auch im Rahmen kirchlicher parochieen getrieben wird. Neben London sind Birmingham, Manchester, Leeds, Liverpool und Hüll, außerdem Dublin, die Hauptstadt Irlands, Arbeitsfelder der Gesellschaft. — Aus Holland berichtet Miss. Adler in Amsterdam von gutem Besuch seiner Gottesdienste. Am Vorabend des jüd. Versöhnungstages hatte er J50 jüd. Zuhörer. Ein vor J3 Jahren getaufter Missionsschüler wurde kürzlich Prediger in der reformierten Landeskirche. Voll Rotterdam aus unternimmt der alte Hilfsmissionar Bloch immer noch Missionsreisen. Es sind jetzt 50 Jahre her, seitdem er selbst vom alten zum neuen Bunde übergillg. — Die Nachrichten über Deutschland beginnen mit Danzig. Dem dortigeil Missionar Urbschat erklärte ein jüd. Rausmann: „Ich glaube mehr an Christum als manche Christen." Manchmal zeigte sich Verlangen nach religiöser Erkenntnis. Miss. Bachert in Wandsbeck-Hamburg sah sich mehrfach durch Rrankheit an der Arbeit gehindert. Die für eine bauliche Änderung seiner Immalluelskapelle nötigen 500 Mk. wurden von Missionsfreunden bereitwillig aufgebracht. Sein „Heim" hatte 2^ Insassen, darunter J3 Taufbewerber. Außerdem unterrichtete B. zwei Iüdinnell. Drei Personen wurden getauft. Prof. Cassel in Berlin nahm 25 Glieder der Synagoge, unter welchen sich eine 86jährige Greisin befand, in die evangelische Rirche auf. Über Breslau berichten die „D. E." bereits in Nr. 3 dieses Jahrgangs. Miss. Bernstein von Frankfurt a. M. taufte einen Israeliteli, bereitete aber weitere acht auf den Übertritt vor. Ein Jude erzählte, das Soharbuch habe ihn zum Glauben an Christum gebracht. Von dem fleißigen Rolporteur wurden zahlreiche Schriften verkauft. Auf den Missionsreisen, die in 50 Städte und Dörfer führten, fand der Missionar überall Juden, die zunr Übertritt mehr oder weniger bereit waren und nur auf den Anstoß warteten. Nach seiner Über-

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