Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 47 (1891)
- Issue
- 10 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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80 Briefkasten. An metzeere. Auch ein so hochstehender Geist wie Leopold von Ranke konnte sich mit der christlichen Lehre von der Dreinigkeit befreunden. Das beweist ein Gebet des greisen Geschichtsschreibers, welches Alfred Dove in dem Buch „Zur eigenen Lebensgeschichte von L. v. R." (S. 655) mitteilt. Ls lautet: „wer ist die Kraft, Die Leben schafft? wer giebt Erkenntnis Und Verständnis? Wer bewahrt die Seele, Daß sie nicht fehle? Allgewaltiger, Einer und Dreifältiger, Du hast mich aus dem Nichts gerufen. Hier liege ich vor Deines Thrones Stufen." Hrn. G. T.-Fr. t) 2ie fragen: „was soll ich bei Matth. j, j8 f. denken?" Ls handelt sich in diesen Versen, die Ihrem Glauben an göttliche Reinheit und Vollkommenheit widerstreben, um eine Jes. 7, j^, Jer. 23, 6, Micha 5, j und sonst vorbereitete Lehre, welche der Apostel j. Tim 3, *6 ein „kündlich", d. h. anerkanntermaßen großes Geheimnis nennt, also um etwas, was über die natürliche Vernunft weit hinaus geht. Um übervernünftige Dinge zu verstehen, bedarf der Mensch einer besonderen Erleuchtung durch den heiligen Geist: j. Kor. 2, jo: j§. wer den göttlichen Geist besitzt, weiß, was ihm von Gott gegeben ist: v. j.2. 2) Lin Jude, welcher sich der Kirche Jesu Christi anschließt, wird dem wahren, biblischen Judentum nicht abtrünnig, da ja das letztere im Christentum seine Vollendung findet. Jer. 3 t, 3 t ff.: Matth. 26, 28. Der jüdische Lehrer Hermann Stern in Frankfurt a/M. schrieb am 25. Jan. j8§6: „Eine vieljährige, unparteiische und gewissenhafte Prüfung, brachte mir die vollkommenste Überzeugung, daß der göttliche Geist des wahren Israelitentums nur im Christentum enthalten ist. Ls ist daher eine heilige Pflicht für Juden, sich dem Christentum zuzuwenden, und das heißt nicht feine Religion verlassen, sondern sie erfassen". 3) Die traurige Thatsache, daß unter den Namenschristen so viele Schandthaten Vorkommen, darf die Kirche nicht davon abhalten, dem Befehle Christi zu folgen und allen Völkern das Evangelium zu predigen. Nach Röm. t t, \2 u. t5 dürfen wir hoffen, daß gerade die für den neuen Bund gewonnenen Glieder der Synagoge zur Reinigung und Erneuerung der Christenheit helfen werden. Die Geschichte bestätigt diese Erwartung. Hrn. U. Sie sind ungehalten darüber, daß die „Dibre Lmeth" die Angriffe eines gewissen Leipziger Herrn auf die Iudenmisfionare und ihre Getauften nicht abgewehrt haben. Allein ganz unberücksichtigt sind jene Beschuldigungen in dieser Zeitschrift nicht geblieben. Lesen Sie gefälligst den letzten Satz in. Nr. 2 des laufenden Jahrgangs (S. J6)! Mit einer ausführlichen Auseinandersetzung bezüglich der erhobenen Anklagen oder auch betreffs der unreifen Gedanken des'Anklägers über den rechten Missionsbetrieb mag ich den Raum unseres Blattes nicht anfüllen. Dagegen habe ich schon vor zwei Jahren in einer Zuschrift an die Redaktion der „Allg. Ev. Lnth. Kirchenzeitung", in welcher letzteren die erste Kundgebung des Hrn. I. M. erschienen war (J889 Nr. 3j), dem „Begründer der neuen Methode" Mangel an Sachkenntnis und Leichtfertigkeit des Urteils nachgewiesen, auch die Genugthuung gehabt, daß die Schriftleitung endlich den Hauptinhalt meines Briefes in ihrem Blatte (*889 Nr. 52) abdrucken ließ. Empfangsbescheinigung. Sux. R.-F. 0,60. L. Schm.-Wsb. j. L. R.-Gr. 1,75. Insp. M.-C. 2. P. Kl.-R. 3. Dr. K.-A. 5,jo. Fr. L.-Schw. 6. v. u. d. Frl. v. R. jo. PH. H.-Tr. jo. Durch Frl. v. p. j2. Kollekten i. Altona jo, Hambg. J2,25, Lübeck 37,09, Schwartau j7, Saßnitz J4,95, Binz 30,37, Greifsw. 2j, Trachenb. j2,j Herrnstadt 8, Johannisb. Fl. <J3,60 und Mk. 3j,05. Verein der Freunde Isr. in Lübeck 65. _Herzl. Dank! Anzeige. Im Verlag des Lv. Schriftenvereins zu Breslau (Graben 6) ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: W. Becker, Der Himmelsschlüssel. Gereimtes und Ungereimtes. VIII u. 96 S. kl. 30. j Mk. Der Verfasser widmet dies Büchlein seinen Breslauer Freunden christlicher und jüdischer Religion beim Scheiden aus ihrer Mitte. Herausgeber: Pastor w. Becker, Berlin W., Friedenau- Hauffstraße jj. Preis des Jahrgangs (j2 Nummern): 60 Pfennig. Druck und Kommissionsverlag von Carl Dülfer Breslau, p>almstraße 5.