Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 47 (1891)
- Issue
- 10 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2554541-2554984-2554993--09075-2565156- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Inhalt: Der einzige Trost in: Leben und im Sterben. — Im Lande Immanuels (Forts.). — Aus Jerusalem. — Volkslieder in Palästina. — Aus Briefen von Missionsfreunden.— Zu l. Mose J9, 2% -- Briefkasten. — Empfangsbescheinigung. — Anzeige. illre WmkH Gin Monalsblatt für Israeliten und Freunde Israels 47. Jahrgang. — 1891 Der emsige Most im Leben und im Sterben. Das ist mein einz'ger Trost in: Leben Und macht mein Sterben zum Gewinn, Daß ich Dir, Jesu, übergeben Und ganz und gar Dein eigen bin. Mit Leib und Seele nicht mehr mein, Bin ich, o treuer Hirt, nur Dein. Nun weiß ich's auch, mein Herz zu. stillen: Mein Vater ist der Herr der Welt. Ich weiß, daß ohne seinen willen Rein Haar von meinem Haupte fällt, Und daß selbst Leiden und Verdruß Zur Seligkeit mir dienen muß. Die Schuld ist völlig abgetragen: Du hast bezahlt mit Deinem Blut. Nun darf mein armes Herz nicht zagen vor Satans List und Höllenglut. Du tratst der Schlange Kopf entzwei, Und ich bin von Verdammnis frei Nun Hab' ich auch fürs ew'ge Leben In mir des Geistes Unterpfand. Gewißheit hat er mir gegeben, Ich sei in seiner Gnadenhand. Drum weckt sein Geist in meiner Brust Zum neuen Leben Kraft und Lust. G. Hopfensack (D. Rapxard, „Im Heiligtum". Basel, Spittler. ^888, 5. U2). Jin Lande Immanuels. (Fortsetzung.) Der Jordan war vielerorten aus seinen Ufern getreten und nötigte uns zu Umwegen. Auf den Schlammbergen, die sich zwischen dem Fluß und dem Toten Meer gebildet haben, sanken die Pferde tief ein, so daß wir absteigen und sie am Zügel führen mußten. An der berühmten Iordanfurt, wohin die Überlieferung außer Jos. 4 auch Matth. 3 verlegt, machten wir einen kurzen Halt, konnten hier aber leider nicht baden, .wie wir beabsichtigt hatten. U)ir mußten uns damit begnügen, nach der Mittagsrast und dem Mahl, das wir unter einem Baum an dem hier in den Jordan mündenden Bache Krith eingenommen hatten, in dem letzteren die nach einem Bade im Toten Meere notwendige Abwaschung vorzunehmen. Natürlich unterließ ich es nicht, mich mit Wasser und Schilf vom Jordan zum Andenken an diesen Tag zu versehen. (Daß die Rinder des preußischen Königshauses mit Wasser aus dem Jordan getauft werden, wurde neuerdings durch die Redaktion des „Oppelner Wochenblattes" festgestellt. Dieselbe hatte sich um Auskunft an den Ronsistorialrat Dryander, der die Taufe des jüngsten Prinzen, des Prinzen Joachim, vollzog, gewandt und erhielt nun von ihm die Antwort, „daß die Taufen im Königlichen Hause stets mit Iordanwasier vollzogen werden, von dem ein Vorrat in der Schloßapotheke aufbewahrt wird. Auch von der jetzt vollzogenen Taufe des Prinzen Joachim ist das übrig gebliebene Wasser sorgfältig aufgespart und dorthin zurückgeliefert worden.")