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Dibre Emeth · 1891-01-01 · 4 (1891) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
47 (1891)
Issue
4 (1891)
Date
1891-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Inhalt: Gstern und der Baum des Lebens. — Zur Erinnerung an die Kaiserin,Angusta. — Der geheilte Arzt. — was habeu wir an der Bibel? — Diakonie und Iudenmisfion. — Jüdische Chronik II. — Schriften des Instit. Jud. in Berlin. Gin Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels Ar. 4. — 47. Jahrgang. — 1891. yt?p“ Gstern und der Kaum des Lebens. (\. Mose 3, 24 und Matth. 28, 5—7.) Als, durch die böse Lust bethöret, Dereinst das erste Menschenpaar Von Gott sich hatte abgekehret Und tief in Schuld gesunken war: Da wurde es hinansgestoßen Aus Edens sonnigem Gefild, wo. Blumen blühten, Wasser stoffen Und tzimmelslüfte wehten mild. Ls ward der weg zu jenem Baume Fortan von Cherubim bewacht, Den Gott in diesem heil'gen Raume Zum Allerheiligsten gemacht, was hat im Paradies zu schaffen, Der das verbotene begehrt? Drum mit dem Blitze scharfer Waffen ward ihm der Eingang nun verwehrt. So blieb's, bis Jesus von den Toten Am dritten Tage auferstand. Seit Ostern lassen Gottes Boten Den weg uns frei ins Edenland. Nur Lins ist nötig: daß man fliehet Zu dem Erstandenen sogleich. Wer an den Heiland glaubt, den ziehet Die Liebe in ihr himmlisch Reich. Wer an ihn glaubt, dem sind gesühnet Die Sünden alle ganz und gar. Der Baum des Lebens blüht und grünet Und trägt ihm Früchte wunderbar. O, komm' zu diesem Baum des Lebens, O, komm' zum Heiland Jesus Christ! Den Zugang suchst du sonst vergebens, Solang' Er dir ihn nicht erschließt. Und ward geöffnet dir die Pforte Durch seine Huld zum Paradies, Und führten seine Allmachtsworte Dich aus dem düsteren verließ: O, dann von dem, der auferstanden, verbreite schnell die Wundermär', Und sage es in allen Landen, Daß er die Sünder liebt so sehr! Ja, laß uns sagen, laß uns singen Und laß uns schreiben allerwärts von Ihm, der heut' noch kann bezwingen Lin in der Sünde totes Herz, von Ihm, dem guten, treuen Wirten, Der seiner Schafe nie vergißt, Der späht und ruft nach dem verirrten, Bis endlich es gefunden ist! Zur Erinnerung an die Kaiserin Augusta hat Professor Lrnst Curtius im „Deutschen Wochenblatt" ein Charakterbild derselben gezeichnet. Lr schreibt hier u. a.: „Sie hatte von brause aus einen Blick für das Ganze und Große. In den Wissenschaften war es nicht das einzelne Fach, das sie fesselte, sondern der Geist, der sich über den Stoff erhebt, den Menschen befreiend und veredelnd. Sie war die Schöpferin und die Seele des Vereins für wissenschaftliche Vorträge, der wesentlich dazu beigetragen hat, die Gelehrsamkeit bei uns aus den Bücherstuben hervorzuziehen und die besten Männer des Volkes, welche nur mit Fachgenossen und Schülern lebten, dem weiteren Rreise der Gebildeten persönlich bekannt zu machen. Nichts

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