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Dibre Emeth · 1891-01-01 · 1 (1891) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
47 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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8 ,H Jungen liegt ein Dürften nach innerer Beruhigung zu Grunde, ein verlangen bet l, Seele nach Frieden. Man will den Zorn der Götter versöhnen. Ebenso ist es! " bei den Fetischanbetern in Afrika, bei den Bewohnern der Sandwichinseln, bei 1 rohen und gebildeten Heiden, aber auch bei Türken und Inden, „wer kann! diesen Seelendurst der Sünderwelt stillen? Nur der HErr Jesus Christus, der Heiland der Welt, der für sie den Frieden am Kreuze errungen hat, und der alle! mit Frieden labt und erquickt, welche zu ihm kommen, „wen da dürstet, der! komme zu mir und trinke", so universell lautet darum seine gnadenvolle Eini ladung. Und nun wollen die Missionsgesellschaften diejenigen Völker, welche noch j nichts von Jesu gehört haben, bitten und ermahnen: Kommt doch zu Jesu, dem -!' Friedefürsten, und lasset euch von ihm Ruhe geben für eure Seele! . . Ist es nicht j ein köstliches, heilsames Werk, nach dem willen des HLrrn der Welt das Eoanj geliunt von der Gnade Gottes in Christo und damit wahre Gotteserkenntnis und! Gottseligkeit, Frieden und Freude, Trost und Kraft im Leiden und im Sterben eine i gewisse Hoffnung des ewigen Lebens unter den Menschen auf der ganzen Erde zu j verbreiten? Oder ist es etwa ein Werk, das keinen Erfolg hat? Das Gegenteil i ist der Fall. Die ganze Missionsgeschichte von der Zeit der Apostel an bis in! unsere Tage bezeugt deutlich für jeden, der nur sehen will, welche erneuernde, tröstende, heiligende Wirkungen durch die Predigt des Evangeliums Jesu Christi I ausgegangen sind, nicht nur über einzelne Seelen, sondern über ganze Völker." '! Alle, die verlangend zu Christo kommen und aus seiner Gnadenfülle im Glauben -) nehmen, werden nicht nur selbst erquickt und gesegnet, sondern auch für andere! eine Trost- und Segensquelle. „Ja, so ist's bei den Heiden und Juden, so auch bei uns in der alten Christenheit." Der Bericht mahnt schließlich die Glieder der letzteren: „Kommt doch alle zu Jesu, dem Brunnen alles Heils! Laßt euch von j ihm Frieden für eure Seele schenken! Dann bekommt ihr willige, freudige Herzen, nicht nur für die äußere und innere Erhaltung und Vervollkommnung unserer i Christengemeinden zu wirken durch Fürbitte und Opfer, sondern auch an der! äußeren Mission thatkräftig mitzuhelfen, daß aus allen Völkern der Erde Kinder j des Friedens für den HLrrn der Welt, unfern HLrrn Iesum Christum, gesammelt werden. O, möge Segen und unvergängliches Leben von uns ausströmen für unb für, bis wir endlich hingelangen zu dem gelobten Lande, in welchem am Strome j des Lebens jener Baum steht, von dessen Blättern die Völker genesen, und in k welchem das Lamm Gottes uns ewiglich weiden und leiten wird zu lebendigen j" Wasserbrunnen! Amen." | Jesus Christus der Kefreier. Ich habe irgendwo ein modernes Gemälde gesehen, welches den kleinen; König von Frankreich Ludwig IX. darstellt, den nachmaligen Ludwig den Heiligen, j wie er auf dem Schoß seiner Mutter sitzt. Bei seiner Thronbesteigung hatte diese, i Blanka von Kastilien, in seinem Namen alle Gefängnisse des Königreichs öffnen 1 lassen, vor den Augen des Kindes entwickelt sich nun ein wunderbares Schauj spiel. Aus den fürchterlichen Kerkern, wo sie geschmachtet hatten, kommen laufend i oder mühsam sich schleppend Unglückliche hervor, elend, abgezehrt, die Augen ge- : blendet von dem wiedergefundenen Licht, bfe Arme weit vorgestreckt, der neu er- : langten Freiheit entgegen.; Ist das nicht ein Bild, freilich nur ein schwaches, unvollkommenes Bild voll j dem, was Jesus gethan hat? Der Neugeborene von Bethlehem, durchbricht er I nicht alle Gefängnisse der Seele, alle geistigen, sittlichen Fesseln, um die geknechj teten Opfer zu erneuern? Muß nicht die ganze Welt ihm entgegengehen, um befreit, errettet zu werden? Und wenn wir wahrhaft befreit sind, sollen wir ]i nicht in der Seele den Glanz dieses lange unbekannten Lichtes bewahren? Sollten wir nicht aus unserem Leben einen Lobgesang der Dankbarkeit machen und so Seelen durch die Kraft der Liebe anziehen, ja, nötigen auszugehen ans dem Gei fängnis, einzugehen in die Freude?! (Aus „Le Christianisme“ überseht vonB. v.P.) Herausgeber: Pastor w. Becker, Breslau, Brüderstraße sF I. — Preis des Jahrgangs (\2 Nummern): 60 Pfennig. Druck und Rommissionsverlag von Larl Dülfer, Breslau, j?almstraße 5.

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