Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 46 (1890)
- Issue
- 10 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Inhalt: Der Menschensokn. — Lin Denkmal für Kaiser Friedrich. — Nach vielen Tagen. — Taufen in London und Frankfurt a. M. — Kurze Misfionsnachrichten. — Aus Jerusalem. — Ls ist in keinem andern Heil. — Lhr^sostomus über die Mission. — Empfangsbescheinigung. itirt- MBmgflt Kn Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israel Ur. 10. — 46. Jahrgang. — 1890. Der Menschensohn. Wohl bist Du groß, o Menschensohn, Wenn Sturm und Wellen Dir sich beugen, Als wollten ste der Welt bezeugen, Daß Dir das Recht gehört zum Thron. Groß bist Du, wenn Dämonen beben Vor Deiner heil'gen Majestät, Und wenn Dein Wort voll Geist und Erweckend durch die Toten geht; sLeben wenn Du die Blinden führst zum Licht Und machst der Lahmen. Füße springen, Dein „Hephata!" die Fesseln bricht, Die sich um Ohr und Junge schlingen; wenn Wasser Du verkehrst in wein Und trocknest der Betrübten Zähren, wenn die Aussätz'gen werden rein, Als wenn ste neu geboren wären. Noch größer bist Du, wenn wie Schnee Dein Kleid erglänzt auf Tabors Höh' Und unterm Glanze der Verklärung Erklingt vom unsichtbaren Thron Das Gotteswort voll Huldgewähruug: „Hört Ihn! Das ist mein lieber Sohn!" — Am größesten jedoch, HErr Christ, Erscheinest Du uns Menschenkindern, Wenn Du der Heuchler Abscheu bist Und sttzest, issest mit den Sündern Und zum verlor'nen sprichst: „Komm her Und sündige hinfort nicht mehr!" Da sehen wir — wie soll ich's nennen? — Die Lieb' in Deiner Lieb' entbrennen! Joh. Nhs. Gin Denkmal für Kaiser Friedrich wurde am diesjährigen Sterbetage desselben zu Kaiserswerth am Rhein feierlich eingeweiht, von Paul Diffelhoff, dem Sohne des Vorstehers der dortigen Diakonissenanstalt, modelliert und von den Gaben der Freunde der letzteren, besonders aber auch der Diakonissen errichtet, soll es zur steten Erinnerung an die von dem Heimgegangenen so oft bewiesene Teilnahme an der Diakonissensache dienen. Namentlich soll es ein Zeichen der Dankbarkeit sein, mit welcher das Kaiserswerther Diakonissenhaus des 6. Novembers ^869 und des 2\. Septembers \88% gedenkt. An dem ersten dieser beiden Tage besuchte der Entschlafene das Diakonissenkrankenhaus auf dem Berge Zion in Jerusalem, an dem zweiten erschien er in dem Mutterhause zu Kaiserswerth. Da er sich beidemal huldvoll mit kranken Kindern beschäftigte, so wählte man zur Aufstellung des Denkmals einen Platz vor dem neuen Kinderkrankenhause auf dem Fronberge, dessen Grundstein am Z0. Geburtstage des Kaisers Wilhelms I. gelegt wurde. Bei der weihe des Denkmals legte man in den Grundstein des letzteren eine Darstellung der einzelnen Zeugnisse der von Kaiser Friedrich den Kaiserswerther Diakonissen zugewandten Huld. Der Wortlaut dieser Urkunde ist im „Lorrespondenzblatt" der Altonaer Diakonissenanstalt Q89O S. 68 ff.) zu finden. Linen