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Dibre Emeth · 1890-01-01 · 1 (1890) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
46 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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8 alljährlich am gleichen Tage. — In Krakau fand die Eröffnung der israelitischen Handwerkerschule von Dr. Rapoport statt. — Baron pirsch in Paris beabsichtigte 50 Millionen Francs für die Errichtung von jüdischen Schulen in Rußland herzugeben. Allein die russische Regierung ist auf die Bedingungen, welche er daber stellte, nicht eingegangen. Auch die österreichische Regierung zögert mit ihrer Genehmigung zu der Errichtung von jüdischen Schulen, in Galizien, zu welchem Zwecke der Baron \2 Millionen Frcs. ausgesetzt hat. — In London wurde Sir Henry Aaron Isaacs, ein Jude, zum Oberbürgermeister (Lordmayor) für das am 9. November begonnene Amtsjahr gewählt. Auch zwei frühere Bürgermeister der City gehörten dem Judentum an. — In Jean Louis vai'ose aus Toulouse ist wieder ein angeblicher Messias aufgetreten. In einer von ihm herausgegebenen Schrift fordert er Juden und Christen auf, sich an ihn anzuschließen. Der Schwärmer Josef Abdallah zu Sana in Jemen, der reichsten Landschaft Arabiens, von dem wir schon im vorigen Jahrgang dieser Zeitschrift (S. 40) berichteten, erwirbt sich immer mehr Freunde. Auf Reisen wird er von einer starken Leibwache begleitet. Seine Schüler, zu denen auch Rabbiner und andere Gelehrte zählen, durchstreifen nachts die Straßen der Stadt mit dem Ruf: „Bekehret euch, ihr abtrünnigen Rinder! Rehret zu Gott zurück! Denn die Zeit der Befreiung ist nahe." Vonseiten der Obrigkeit ist noch nichts geschehen, um das Treiben dieses falschen Messias zu unterdrücken. — In Ispahan brach im Oktober eine Verfolgung der Juden aus. Der persische Oberbeamte hatte j3 Sätze bekannt machen lassen, welche ihnen mancherlei Beschränkungen auferlegten, hieraus scheinen die Unruhen hervorgegangen zu sein, bei denen jüdische Däuser geplündert und manche Personen getötet wurden. Die Londoner Iudenmissionsgesellschaft wurde von ihrem in Isxahan weilenden Missionar telegraphisch von diesen Vorgängen in Kenntnis gesetzt. Man that sogleich Schritte, um die Vermittlung von Lord Salisbury, bezw. des auswärtigen Amtes, zu erlangen. Auch wurden einem hervorragenden jüdischen Kaufmann in London die eingegangenen Nachrichten zugesandt. Dieser legte, ebenfalls telegraphisch, bei dem Gouverneur des Bezirks von Ispahan Fürbitte für seine Glaubensgenossen ein. Außerdem wurde an den Schah telegraphiert. Am folgenden Sonntag gedachte man in der Kirche der Gesellschaft betend der verfolgten. — In Philadelphia stiftete ein Herr williamson mit 2*/* Millionen Dollars eine Freischule für die pflege des Handwerks unter Mitgliedern aller Bekenntnisgemeinschaften. - Mchervericht. Verlag von W. Schwalbe, Emden: Meyer, Die deutschen Klassiker und das Kirchenlied. S. 0,60. S. \5 ein Gebetslied Schillers aus dem Jahr \in. Das 5. 24 mitgeteilte, von Herder umgebildete Lied Andreäs schmückt die erste Seite dieser Nummer. — Verl. v. C. F. Spittler, Basel: i) wenger, die Aufgabe der Gläubigen in unfern Tagen. 20 S. 0,20. 2) Zeller, weil. Inspektor, Weisheit von oben. Mit Vorwort von Arnold. 432 S. 2,40. Die dritte der 24 Betrachtungen behandelt Israels Sammlung und Wiederbringung. — Verl. v. L. Bertelsmann, Gütersloh: wacker, Der Diakonissenberuf nach seiner Vergangenheit und Gegenwart. 2. Aufl. 2\\ S. 2 M. S. f. wird gezeigt, daß schon das Alte Testament einen geordneten Frauendienst am Heiligtum kannte. — Verl, der Societe d’Histoire vauduise: Bulletin du Bicentenaire de la glorieuse Eentree 1689—1889. Turin, Eue Charles Albert, 33. 159 S. — Verl. v. Trübner & Co., London, Ludgate Hill: Cust, Pictures of Indian Life. Sketched with the Pen from 1852 to 1881. Luther über die Mission. Es ist ein Gottesdienst, so wir alles thun, was zur Mehrung und Förderung des Reiches Gottes dient. — Das höchste und größte Werk und der vornehmste Gottesdienst, den wir auf Erden thun können, ist, daß wir andere Leute und sonderlich, die uns befohlen sind, zur Erkenntnis Gottes und zum heiligen Lvangelio bringen. (Calwer MisstoNsblatt.) Herausgeber: Pastor W. Becker, Breslau, Brüderstraße 3F I, — Preis des Jahrgangs (12 Nummern): 60 Pfennig. Druck und Kommissionsverlag von Carl Dülfer, Breslau, ssalmstraße S.

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