Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 46 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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r ibkk Wmrch. Wn Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. ~Y Ar. 1. — 46. Jahrgang. — 1890. Inhalt: Jesus. — Ansprache am Jom-Kippur. — 1?89—1889. —was haben wir an der Bibel rc.?— Die schottische Iudenmisfion in Budapest. — Kleine jüdische Chronik. — Bücherbericht. — Luther über die Mission. Set gegrüßet, schönste Blume, Aller Menschheit Blume Du! Zu Dir kommen alle Frommen: Gottesgnade, tzimmelszier Wohnt in Dir. Ich komm' auch. CD war' ich kommen Lange schon und hätte Ruh'! Lange bin ich irr' gegangen, Suchte Ruh' am falschen Ort. Meine Augen geh'n mir über, Und voll Wehmut ist mein Herz, Ist voll Schmerz. Denn ich suchte Dich nicht, Lieber, Suchte mich nur hier und dort. Jesus. Sei gegrüßet, schönste Blume, Du der Gottheit Abbild, Du! Lilien und Rosen blühen Um Dich, und Dein Dornenkranz Ist voll Glanz. Was soll ich mich weiter mühen? Den ich suchte, Gott ist hier. Kommt zu ihm, die ihr mühselig Und beladen suchet Ruh'! ' Gr, er wird euch Geistesleben, Unschuld, Liebe, süße Kraft, Herzenssaft, Gottes Ruh' wird er euch geben. Gott im Menschen, das giebst Du! I. G. Herder nach Dal. Andreä. Ansprache am Jom-Aippur 1889 über 3. Mose 16, 30. (|m Auszüge.) wir sind im Geist im Vorhof des Tempels zu Jerusalem. Tausende und aber Tausende der Kinder Israels sind versammelt, das Versöhnungsfest zu begehen. Der Hohepriester schreitet hervor, die Gpfertiere werden gebracht. Wir sehen den Hohenpriester zuerst mit dem Blute des Farren in das Allerheiligste hineingehen, seine eigenen Sünden zu versöhnen. Und abermals geht er hinein hinter den Vorhang und sprengt mit seinem Finger siebenmal das Blut des geopferten Bockes gegen die Bundeslade, den Thronsitz des Allerhöchsten, daß die Miffethat des ganzen Volkes gesühnt werde. Und endlich legt er seine Hände auf das Haupt des anderen Bockes und bekennt im Namen des ganzen Volkes: „Ach, HLrr, es hat gemißhandelt, übertreten und gesündigt vor Dir Dein Volk, das Haus Israel! Ach, HLrr, um des Namens Iehovah willen laß Dich versöhnen wegen der Missethat, Übertretung und Sünde, womit gemißhandelt, übertreten und gesündigt hat Dein Volk, das Haus Israel!" Line Versöhnung soll bewirkt werden, und das ganze Volk, wie es in heiliger Ehrfurcht dort versammelt ist, fühlt tief im Kerzen diese Notwendigkeit. Denn wenn auch Gott verheißen hat, gnädig zu sein, und wenn auch das Wort Gottes an unzähligen Stellen von der Sünden vergebenden Barm-