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Dibre Emeth · 1889-01-01 · 12 (1889) · page 1

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Journal
Dibre Emeth
Volume
45 (1889)
Issue
12 (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Inhalt: Pfalm \22. — Aus dem Leben des Missionars Goldinger. (Schluß). — Rede bei einer proselytenkaufe. — Kirchliche Fürbitten für Israel — Briefe an einen Israeliten. I. — Linefünffache Laufe. — Gerettet. — Preisermäßigung. — Bitte. fe Wniech, Mn Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. . Ur. 12. — 45. Jahrgang. — 1889. Psalm 122. Jerusalem! In sel'ger Freude wallt Mein ganzes L)erz in mir! Jerusalem! wie froh das Wort erschallt: wir zieh'n hinauf zu dir! wir werden dankend gehen Zum Haus des HLrrn empor, Und unser Fuß wird stehen In deinem heil'gen Thor! Jerusalem! wie prangst du hoch und frei, Du Stadt von seltener Art, Dazu gebaut, daß eine Stätte sei, Dahin das Volk sich schart, Dahin die Stämme wallen, Die Stämme uns'res HLrrn, Da deinem Namen schallen Loblieder nah und fern! Jerusalem! wir jauchzen froh dir zu: Wohl jedem, der dich liebt! Es ist der HErr, der deinen Mauern Ruh', Den Däusern Frieden giebt. Dich müsse Segen füllen Als meiner Freude Teil! Um deines Tempels willen Ersteh' ich dir stets Heil. p. E. Bockmühl („Im Licht der Ewigkeit", Gotha (886, S. (7 f.) Aus dem Leben des Missionars Goldinger. (Schluß.) Bald nach Goldingers Ankunft in Warschau hatte Prediger- Becker an den Vorstand der Londoner Missionsgesellschaft über ihn berichtet und ihn für die Missionsarbeit empfohlen, da er diesen Mann, der durch eigenes Forschen (\2 Jahre hatte dasselbe gedauert) sich eine solche Tiefe der Erkenntnis erworben hatte, für ein geeignetes Rüstzeug zur Verbreitung des Christentums unter Israel hielt. Infolge dessen erhielt G. kurze Zeit nach seiner Taufe die Ernennung, zum Hilfsmissionar. Einige Jahre später, etwa wurde er als ordentlicher Missionar in Warschau angestellt. So eräffnete sich ihm das ersehnte Feld der Thätigkeit. Erbegann seine Wirksamkeit unter seinen israelitischen Brüdern, welche von Anfang an eine besonders gesegnete war. Selbst aus dem jüdischen Volkehervorgegangen, hörte G. nicht auf, dasselbe von Kerzen zu lieben. Da. er mit dem Glauben, den Satzungen und Gebräuchen der Juden von Jugend auf innig verwachsen war, konnte er sie mit den rechten Waffen bekämpfen. Andererseits ließ er keine Gelegenheit unbenutzt um die früheren Glaubensgenossen gegen falsche Anklagen (z. B. inbetreff des Gebrauchs von Lhristenblut am Osterfest) zu verteidigen und ihnen auch in anderer Einsicht mit Bat und That zu dienen

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