Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 45 (1889)
- Issue
- 11 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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88 Zur? Statistik. Unter den preußischen Städten mit 40 000 Einwohnern und darüber weist Frankfurt a. M. die verhältnismäßig größte Zahl jüdischer Bewohner auf, denn dieselbe beträgt 10,07 pCt., so daß von 1000 Frankfurtern 100,7 Israeliten sind, während die letzteren unter je 1000 Einwohnern in Posen mit 93,3, Breslau mit 58.9, Berlin mit 49,0, Kassel mit 29,2, Königsberg i. Pr. mit 27,5, Hannover mit 25.9, Stettin mit 25,1, Danzig mit 24,8, Wiesbaden und Köln mit je 24,7, Liegnitz mit 2\,8, Krefeld mit *9,4, Altona mit \8,o, Bochum mit 17,3, Essen mit \e,2, Frankfurt a. M. mit i6,o, Dortmund mit j5,i, Aachen mit J3,i, Görlitz mit 12,8, Münster, Elberfeld, München-Gladbach mit je 11,7, Magdeburg mit 11,4, Charlottenburg mit 11,5, Potsdam mit \\f2, Erfurt mit 10,1, Düsseldorf mit 9,8, Duisburg, mit 9,2, Kiel mit 5,5 und Barmen mit 3,0 vertreten sind. Frankfurt a. M. hat mithin im Verhältnis zur Bevölkerung 2,\ mal so viel Israeliten wie die deutsche Reichshauxtstadt, und 33,6 mal so viel wie Barmen. Unter den kleinen Städten zählt die meisten Juden Kempen in Posen, von dessen Einwohnern fast der dritte Teil von 1000, 3J8, jüdischen Stammes ist. Nächstdem kommen Rogowo mit 275, Iannowitz mit 272, Rogasen mit 220, Pinne mit 2*3, Ritschenwalde mit 2^2. und Samter mit 203, sämtlich in der Provinz Posen, Zempelburg in Westpreußen mit 2*8, schließlich hagenloch in hohenzollern mit 23 l Juden unter jooo Einwohnern. — Nach dem neuesten „Statistischen Jahrbuch" der Stadt Berlin sindunter den Schülerinnen der beiden staatlichen Töchterschulen (Augusta- und Elisabetschule) 21,7 pCt., über ein Fünftel, unter denen der 5 städtischen 35, \ pCt., über ein Drittel, jüdischer Abkunft. Im einzelnen machen die jüdischen Töchter auf der Margarethenschule 50,1 xCt., auf der Soxhienschule 43,1 pCt., auf der Charlottenschule 33,5 xCt, auf der Louisenschule 29,4.pCt., auf der Viktoriaschule 29,0 pCt., auf der Augustaschule 23,6 pCt. und auf der Llisabetschule 20,2 pCt. der Schülerinnenzahl aus. Unter 1000 Berlinern finden sich 3.9 Juden, unter 4000 Gymnasiasten 207, unter 1000 Realgymnasiasten 126, unter 1000 Oberrealschülern 66, und unter looo Schülerinnen der höheren Töchterschulen 324 jüdische. Ueue Misstonsxeitschviften. Die von Missionar Friedländer 1888 begründete Zeitschrift „ThePeculiarPeople“1 (nach 5. Mose 14, 2) ist neuerdings in die Hände von Prediger Daland übergegangen und erscheint jetzt wie „Eduth le-Jisrael“ in Alfred-Centre bei Neuhork. Dies Monatsblatt sucht seine jüdischen Leser zur Annahme folgender Sätze zu bringen: \) Jesus von Nazareth ist der unfern Vätern verheißene Messias. 2) Palästina ist das Land, in welchem ein jüdisches Gemeinwesen wieder hergestellt werden, und 3) das hebräische die Sprache, welche die jetzt durch verschiedene Zungen einander entfremdeten Teile des jüdischen Volkes wieder vereinigen soll. — Auf englischem Boden ist zu den bestehenden Missionszeitschriften in diesem Frühjahr hinzugekommen: „The Everlasting Nation“ (nach Ies. 44, 7). Auch dies Blatt erscheint monatlich. Der Herausgeber ist pred. Isaacs in Leicester. vgl. „D. E." I889, S. 52. - Empfangsbescheinigung. P. B.-G. und vik. U.-Tr. je 0,60. Bisch, v. E.-w. und Sup. Z.-B je 2. P. Fr.-Alt. 3,60. Dek. B.-h. 4. Frl. C.-Alt., Fr. v. R.-Kl., Fr. K.-R. B.-M., Miss. U.-D. und Frl. Cr. (S. h. I) je 6. Gen.-Sux. N.-M. *o. Frl. D. P. (S. h. II) 15,70. Koll. i. Gndf. 9,46, Norderney 31,03 und Neusalz 39,10 -f- 21,25. Verein f. Isr. i. Niesky 42,42. Dortige Witwen 3. herzlichen Dank! Gottesdienste für Christen und Israeliten: an jedem Sonntagnachmittag von 4 bis 5 Uhr im Drüdersaal zu Breslau, Vorwerksstraße Nr. 26. Herausgeber: Pastor w. Becker, Breslau, Brüderstraße 3k I. — Preis des Jahrgangs (12 Nummern): 60 Pfennig. Aomrniffionsverlag und Druck von Larl Dülfer, Breslau, ssalmstraße 5.