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Dibre Emeth · 1889-01-01 · 7 (1889) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
45 (1889)
Issue
7 (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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55 daß mein Gott mir auf dem Sterbebett viel Gnade geschenkt hat, und daß ich jetzt von ganzem Kerzen glaube, daß Jesus mein Messias und mein Erlöser ist, der sich auch meiner erbarmt hat." Dann erzählte er, wie er vor vielen fahren in ein Dorf gekommen sei, in welchem ein Missionsfest im Freien gefeiert wurde, und wie er da unter einem, Baume ausruhend, von den Thaten Gottes unter den Heiden, von Jesu, dem Heiland der Welt, von seinem Blute und dem Heile, das man durch ihn erlange, gehört habe, ohne es zu wollen. „Seit dieser Stunde", sagte er, „habe ich keine Ruhe, keinen Frieden gefunden. Immer hörte rch rufen: „Komm zu Jesu!" Mit aller Kraft meiner Seele suchte ich dies zu vergessen und jede Erinnerung daran aus meinem Kerzen zu reißen. Aber es war unmöglich." hocherfreut über die Arbeit des göttlichen Geistes an diesem Sohne Abrahams, wünschte Goldstern, derselbe möge auch vor seiner Familie den Glauben an Jesum als den Messias bekennen. Nach einiger Zeit fand der Sterbende auch die Freudigkeit, die Seinigen rufen zu lassen und dies Bekenntnis vor ihnen abzulegen. Seine Frau geriet dabei außer sich und erklärte, ihr Mann sei unzurechnungsfähig. Auf ihr verlangen mußte der Missionar sich sofort entfernen. Auch erregte sie ihre Der-' wandten und Freunde gegen denselben, so daß er sich nicht mehr zeigen durfte und abreisen mußte, ohne den Sterbenden noch einmal gesehen zu haben. Schon nach kurzer Zeit erhielt er die Todesanzeige. Der Sohn schrieb: „Mein Vater ist ruhig und sanft entschlafen, und sein letztes Wort war: Jesus!" Missionar Goldstern, der diese Geschichte in seinem letzten Jahresbericht (vergl. das Missionsblatt des Rheinisch-Westfälischen Vereins für. Israel, (889, Nr. H) mitteilt, bemerkt noch, daß er seither mit den Kindern des, wie er hoffe, selig Entschlafenen in regem Verkehr stehe. Sie forschen eifrig nach der Wahrheit und wollen Christen werden. Fr. Godet über Köm. 9—11. wie kann Gott diejenigen verwerfen, die er erwählt hat? Der Apostel beantwortet diese Frage, indem er der Reihe nach drei verschiedene Standpunkte der Betrachtung einnimmt: (. den der absoluten Freiheit Gottes bezüglich jedes angeblichen Rechtes, das der Mensch Ihm gegenüber erworben hätte; dies ist der Gegenstand von Kap: 9; — 2. den der Rechtmäßigkeit des Gebrauchs, welchen Gott in dem Lall, um welchen es sich handelt, von seiner Freiheit gemacht hat; dies ist der Gegenstand von Kap. (0, wo Paulus nachweist, daß Israel das Los, von welchem es betroffen wird, sich selber zugezogen hat durch seinen Unverstand; — 3. den der Nützlichkeit dieser so unerwarteten Maßregel; dies ist der Gegenstand von Kap. ((, wo die wohlthätigen Folgen der Verwerfung Israels bis zu ihrem herrlichen Endergebnis aufgerollt werden. — Dieser Abschnitt faßt zwar nicht die ganze Philosophie der Geschichte in sich, aber er ist das schönste Probestück und gleichsam das Musterwerk dieser Wissenschaft. (Kommentar zum Römerbr. II, S. (29.)

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