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Dibre Emeth · 1889-01-01 · 6 (1889) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
45 (1889)
Issue
6 (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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4? Lloyd, Abteilung Passage, in Bremen stets prompte Auskunft, will man sich einen Platz sichern, so ist es nötig, einige Zeit vor der Abfahrt von Bremen sich bei der Direktion oder einer Agentur des Lloyd ein Schiffahrtsbillet zu lösen, denn manchmal sind die Schiffe — besonders die dritte und zweite Klaffe — lange vor der Abfahrt bis auf den letzten Platz besetzt, wenn der Dampfer in den Hafen eingelaufen ist, von dem aus man seine Seereise antreten will, so darf man, abgesehen von Bremen, in der Regel sofort seinen Platz auf demselben einnehmen und wird in allen Fahrklassen oh,re weitere Entschädigung verköstigt/ bis man am Ort seiner Bestimmung angelangt ist. Für die Fahrt von Bremen nach Port-Said zahlt man I. Klasse 400 Mk., II. Klasse 220, III. Klasse joo; von Genua aus I. Klaffe 250, II. Klasse *80, III. Klaffe 75 Mk. Retourbillete, auf Grund deren die Rückfahrt innerhalb von 6 Monaten vom Datum der Beendigung der Einreise angetreten wird, genießen eine Preisermäßigung von 33V« Prozent auf den Betrag der Rückfahrt, solche mit 9monatlicher Giltigkeit 30, mit ^monatlicher Giltigkeit 25 Prozent. In Port-Said steht in der Regel der zur weiterfahrt nach Jaffa zu gebrauchende Dampfer schon bereit. Man nimmt, wenn, man die Wahl hat, den .französischen, da dieser besser eingerichtet ist und rascher fährt, als die für diese Strecke zum teil ziemlich kleinen Dampfer des österreichischungarischen Lloyd. Das Billet hierfür muß man sich am. Land bei der Agentur der betreffenden Dampfschiffahrtsgesellschaft holen. Man fährt von Port-Said gewöhnlich abends ab und landet am folgenden Morgen in Jaffa, von wo aus Jerusalem in \o—\2 Stunden zu Wagen oder zu Pferd erreicht werden kann. Um das heilige Land einigermaßen kennen zu lernen, muß man sich mindestens vier Wochen in demselben aufhalten, wer auf dem Schiff erster oder zweiter Klasse-fährt, kann unter Umständen seine Reise ebenso billig von Triest aus mit einem Dampfer des österreichisch-ungarischen Lloyd machen. Diese Dampfer werden in neuerer Zeit ihrer guten Einrichtung wegen gelobt, nur muß man sichs, oft gefallen lassen, von Alexandrien an einen kleinen alten Dampfer benützen zu müssen. Unangenehm ist es den deutschen Reisenden meist, daß auf denselben vom Dienstpersonal gewöhnlich nur italienisch gesprochen wird, sowie daß man sich in Alexandrien 2—3 Tage aufzuhalten hat, wenn man nicht mit einem ägyptischen Dampfer am Tage der Ankunft weiterfahren kann, wer auf der Rückreise Ägypten noch sehen möchte, muß ca. 10 Tage vor der fahrplanmäßigen Abfahrt des deutschen Dampfers nach Port-Said, und von da auf dem Suezkanal. his Ismailia fahren, von wo aus man per Eisenbahn nach Kairo und Alexandrien gelangen kann. In Kairo giebt es so viel zu sehen, daß man — bei gut situierter Kasse — mit Nutzen dort verweilen kann, bis man zur Einschiffung nach Port- Said zurückfahren muß. (Der Bote aus Zion. ^889. S. 38.) Allerlei Missronsnachrichlert. Nachdem Professor Franz Delitzsch in Leipzig die. von ihm begründete Iudenmissionszeitschrift „Saat auf Hoffnung" 25 Jahre lang herausgegeben hat, übernahm auf seinen Wunsch einer der bisherigen Mitarbeiter, Lic. Dr. Dalman, vorläufig die Redaktion. Das frühere Beiblatt: „Rundschau über die Diaspora der Juden und die Iudenmission der Kirche" wurde mit der „Saat" verschmolzen. Am 22. Mai v. I. beschloß die Generalversammlung des evangelisch-lutherischen Centralvereins für die Mission unter Israel, dessen Organ die „Saat" ist, die Errichtung einer Missionsstation zu Czernowih in der Bukowina. Im gerbst kam dieser Beschluß zur Äusführüng. Als Sendbote des Vereins traf'Kandidat vollert am \o. Oktober an seinem Bestimmungsorte ein, nachdem er einige galizische Städte, u. a. Halicz mit seinen karäischen Juden, besucht hatte. Seither predigt er nun in der etwa 30 ooö Juden umfassenden Hauptstadt des „Buchenlandes" Jesum, daß er der Christ sei. von den seit \88<* erschienenen 22 Schriften des Leipziger In8tituturn Judaicum wurden bis jetzt über 44 000 Exemplare abgesetzt. Das dortige Seminar zur Ausbildung von Iudenmissionaren zählt zu seinen Zöglingen auch mehrere Ausländer. — Die von der Londoner Mildmaymission in Wilna und Minsk eifrig betriebene Verbreitung von Neuen Testamenten stößt neuerdings auf heftigen Widerstand. Eine russische Zeitung, die das schöne Werk

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