Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 45 (1889)
- Issue
- 4 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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zu Tottenham bei London dem Missionshospital in Jerusalem überweisen. Ain 50. (Oktober v. I. wurden beide in der genannten Anstalt feierlich verabschiedet. Dr. L. rief ihnen Jes. 55, *2 und Matth. 25, HO zu. pred. Fleming, der Sekretär der Missionsgesellschaft, hieß sie im Namen derselben willkommen. Am *9. November kamen sie nach einer *2 tägigen Reise glücklich am (Drt ihrer Bestimmung an. Mit dem Missionsarzt in Jerusalem wünschen wir, „daß Gott ihre Arbeit-segnen wolle, und daß sie das Mittel sein mögen, viele Seelen für seinen Sohn Jesum Christum zu gewinnen." — Jene englische Diakonissenanstalt ist nach dem Muster der Kaiserswerther eingerichtet worden. Mit dieser Anstalt in der durch de,l Vater des neueren Diakonissenwesens, Pastor Fliedner, weithin berühmt gewordenen rheinischen Stadt hängen auch verschiedene deutsch-evangelische Unternehmungen ini Morgenlande zusannnen. Über die Beziehungen der letzteren zu den Juden erfahren wir einiges in dem kürzlich veröffentlichten „*8. Bericht über die Diakoniffenstationen im Morgenlande" (Kaiserswerth a. Rh., 88 S.) In Jerusalem zählte das Krankenhaus auf dem Berge Zion im Jahre *886 unter 496 Kranken 2, *887 unter 493 einen Juden. Auch *888 ist von einer Jüdin die Rede, die länger als 6 Monate in den jüdischen Hospitälern geschmachtet hatte und nun bei den Evangelischen Hilfe suchte. wie die Krankenhäuser der Juden in Jerusalem ihren Pfleglingen das wichtigste Heilmittel nicht geben können, das Evangelium von dem Seelenarzt und Sünderheiland, so fehlt es ihnen auch an geübten Wärtern, und selbst die Tüchtigkeit der Ärzte läßt zu wünschen übrig. Eine andere Kaiserswerther Anstalt in Jerusalem ist das Erziehungshans Talitha Kami auf der Gottfriedshöhe, hier arbeiten 7 Diakonissen an **<* Mädchen. Ein in der Nähe wohnender Iudenmissionar ersuchte die Vorsteherin, ihm einige der Kinder für seine am Samstagnachmittag stattfindenden Versammlungen zu überlassen: sie sollten singen helfen. Er meinte, sein Gottesdienst sei ohne Gesang zu nackt, und die Juden seien Freunde des letzteren. Die Hausmutter sträubte sich zuerst dagegen, gab aber schließlich den dringenden Bitten des Missionars und seiner Gattin nach. So ist die Sache nun eine stehende Regel geworden, doch wechseln die Mädchen in der Teilnahme an jenem Indenmissionsgottesdienste ab. Am Sylvestersamstag wurde jede Sängerin von dem Missionar mit einem Reuen Testament beschenkt. Im Diakonissenhospital zu Alexandrien fanden im Jahre *887 **25 Kranke Aufnahme. Unter ihnen waren 2§. Nationen und *0 Konfessionen vertreten, von 55 Israeliten wurden 8 in *62 pflegetagen unentgeltlich verpflegt. Gewiß befanden, sich auch unter den 27 062 Personen, welche die Klinik des Hospitals benützten, manche Kinder Abrahams. In der den Diakonissen gehörigen Elementarschule zu Bukarest waren unter 565 Mädchen 55, in ihrem (*88* gegründeten) Erziehungshans unter 80 2* Jüdinnen, im Diakonissenkrankenhaus Bethesda zu Pest unter -*O6 Kranken *6 Inden. Endlich besaß auch das Diakoniffenlehrhaus zu Florenz unter *^5 Schülerinnen nicht wenige jüdischer Religion. So beteiligt sich die Diakonie in verschiedener weise an der Säemannsarbeit der Iudenmission. Empfmrgsbejchemigmig. P. B.-Vorw., Sup. R.-Fulda, Prof. W.-Laub., P. I.-Primk., Rgsb. S.-0. Royn, Fr. P. B.-Gr. Strehl., Fr. P. W.-Hamb: je o,6(). Bisch. M.-Berth., Fr. S.-Lassw. je 0,80. P. Pl.-Ean., „Eine Unbekannte" -Berl. W., Stiul. D.-Tüb., P. K.-Bütz., Kand. F. u. Frl. Schls.-Br. je *. 8tnä. M.-Gnd., P. St.-Heiden, P. B.-(l)uick. je *,20. 0'schw. St.-Hamb. (Beth.) *,^*0. P. E.-Edd. *,5o. P. St.-Eöln u. Graf 0. Z. Tr. je 2. Frl. B.-Gndb. 2,80. P. L.-Fred. 5. P. M.-Wild. 5,67. Kaufm. I. w. w.-wiesb. *. Fr. v. R.-Kl. 6. Graf Z. Tr. *0. N. N.-Altona *9,00. herzlichen Dank! Auzritzv. Soeben erschien zum Besten der Mission unter Israel: Eine Eotenenveckung im 17. Jahrhundert. Im geschichtlichen Zusammenhang dargestellt und beurteilt von w. Becker. Breslau, Expedition der „Dibre Emeth": Brüder- Straße Nr. 5 k. *6 S. 20 (mit Porto 23) Pfg. Herausgeber: Pastor W. Becker, Breslau, Brüderstraße 5k, 1. — Preis des Jahrgangs (*2 Nummern): 60 Pfennig. Aommissionsverlaa und Druck von Carl Dülfer, Breslau, jDalmstraße 5.