Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 45 (1889)
- Issue
- 3 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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\8 Stifter dieses Heiligtums König Nectanebo II. war, welcher 358—^0 v. Chr. regierte. Ferner läßt der Schrein und der dazu gehörige Tempel erkennen, daß sich hier die Hauptstadt des sogenannten arabischen Gaues und der Hauptsitz der Verehrung des Gottes Sopt befand. In einer der Inschriften wird der Ort „Res" genannt. Mit dem ägyptischen Artikel ,,pau verbunden, lautet der Name „pakes." (Daneben kommt „Pa-Sopt" vor.) Offenbar lag hier das „phakusa" der Griechen. Die Nachrichten Strabos und Herodots über phakusa stimmen mit dieser Annahme vollkommen überein. phakusa aber ist „Gosen" oder, wie die griechische Übersetzung des Alten Testaments schreibt, „Gesem in Arabien", d. h. im arabischen Gau. Das Land Gosen ist eben dieser Gau. Es bildete nach Naville einst ein Dreieck, das im Westen von Bubastis, im Osten von Tel el Rebir, im Süden von Belbeis begrenzt wurde, weil der arabische oder 20. Gau auf den älteren Denkmälern noch nicht vorkommt, ist es wahrscheinlich, daß er unter den letzten Hyksoskönigen, unter welchen sich die Israeliten in Ägypten niederließen, noch unbebaut war. Als er Fremden überlassen wurde, konnten sich die Eingeborenen nicht beeinträchtigt fühlen. Auch die Bezeichnung „Land Namses", (. Mose H7, ((, geht auf die gleiche Gegend, umfaßte aber wohl den ganzen östlich vom tanitischen Nilarm liegenden Strich des Deltas, um den sich Namses II. mannigfach verdient gemacht hatte. Die „Stadt Namses", 2. Mose (, ((; (2, 37, ist phakusa, wo man eine Kolossalstatue eben dieses Königs fand. Unsere Ouelle, der „Kirchenfreund" (Basel, (888, S. (36 ff.), führt ein (887 in englischer Sprache erschienenes Werk von Naville an, welches ausführliche Nachrichten über seine neuesten Forschungen enthält. Engelsdienste. Maleachi 2, 7 lefeu wir vom Priester: „Er ist ein Engel des HErrn Zebaoth." Jur neuen Bunde aber heißt es von allen Christen: „Ihr seid das königliche Priestertum, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht." Da soll also jeder gläubige Christ ein Priester und damit zugleich ein Engel des HErrn sein. Und in der That kann der einfachste Christ andern zum guten Engel werden, der ihn zu Jesu führt und seine Seele rettet, ebenso gut wie leider mancher an seinen: Nächsten zum Versucher, Verführer, ja Seelenmörder wird. Hiervon ein Beispiel! vor längeren Jahren hatte ich eine Reise durch die holländische Provinz Groningen zu machen. Es war mir die Aufgabe gestellt worden, die Lippeschen Ziegler mit dem Worte Gottes zu bedienen. In der Nähe von Groningen kehrte ich einst ermüdet in einen: Wirtshause ein, um mich etwas zu erholen. Die freundliche Wirtin begann bald mit mir ein religiöses Gespräch und erzählte mir in: Lauf desselben ihre Bekehrung zun: Heiland. „Ich stamme", sagte sie, „aus einer streng jüdischen Familie in Amsterdan:, und meine lieben Eltern