Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 44 (1888)
- Issue
- 10 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2554541-2554942-2554953--08758-2564813- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
80 v , stattungsweise. Jetzt ist dort eine Polizeiverordnung in Kraft getreten, wonach die daselbst wohnenden Juden verpflichtet sind, bei Vermeidung , ' einer Ordnungsstrafe bis zu 150 Mark ihre Toten in Särgen beerdigen zu lassen. — Die Moritz - Rappoportsche Stiftung in Wien (Seitenstättergasse Nr. 4) stellt folgende bis zum 31. Dezember 1889 zu lösende Preisaufgabe: „Geschichte der Juden in Rom seit der ersten Niederlassung in der Hauptstadt des römischen Reiches bis zum Verschwinden des römischen Ghettos unter der Regierung Humberts I." . Der Preis beträgt 1000 fl. ö. W. — Auch in Budapest wird die Notwendigkeit der Jugendgottesdienste erkannt, und hat man 1950 fl. ■ . j für diesen Zweck ausgesetzt. Das gesamte Budget der jüdischen Religions-? gemeinde für 1888 beläuft sich auf 241,374 fl. Das Rabbinerseminar hat gegenwärtig 115 Zöglinge. Unter den 619 Hörern des Joseph-Polytechnikums sind 247 Juden. Von 3593 Universitätshörerg sind 1121 Juden. Die Gesamtzahl der jüdischen Lehrer in Ungarn beträgt 973, die der jüdischen Schulen 526, die der schulpflichtigen jüdischen Kinder 118,280. — Die Nachricht, daß der Wunderrabbi von Sadagora, der von einem römischen Blatt „der Papst der orthodoxen Hebräer" genannt wird, dem Papst in Rom eine alte mit Edelsteinen besetzte Bibel geschenkt habe, wird widerrufen. — Dem russischen Heer gehören in Friedenszeiten 54,000 jüdische Soldaten an. In Kriegszeiten können 135,000 ein-? berufen werden. — Die türkische Regierung verlangt von jedem Juden, der Jerusalem betreten will, eine Summe als Pfand, um ihn zu zwingen, binnen . 30 Tagen die Stadt wieder zu verlassen. Zu dieser Maßregel scheint sie durch die starke Einwanderung von russischen und rumänischen * Juden, deren seit dem Jahre 1882 etwa 10,000 hierher kamen, bewogen worden zu sein. Jerusalem erhält mehr und mehr das Aussehen einer jüdischen Stadt. Es erstreckt sich nach Norden und Westen weit über die alten Ringmauern hinaus. — Die Jahresrechnung der israelitischen Allianz schloß 1887 mit einem Defizit von 99,671 Frs. ab. Baron Hirsch in Paris deckte dasselbe, wie er auch schon in früheren Jahren für den Fehlbetrag aufkam. __ Empfangsbescheinigung. Kollekten b. Missionspredigten: Gnadenberg 31,01; Lauban 6,56; Niesky 59; Gerlingen 5,10; Karlsbad 5,14. — Liebesgaben v. auswärts: Fr. P. H., Schw., 54. Fr. Kons. M., Lüb., 30. Misfionsverein Gerl. 20. Verschied. Missionsfreunde daselbst 62,40. Frl. B. E., Rohr, 2,60. N. N. durch Hrn. Pfr. D., Westg., 3. — Für „Dibre E.": Hr. P. V., Rohrbach, 8,35. Hr. Sup. R., Fulda, und Hr. P. Pl., Kan., je 0,60. Fr. R., Bromberg, 3. Hr. Miss. P., Straßb., 2. Hr. Kaufm. N., Stuttg., 8,90. Herzlichen Dank! Gottesdienste * für Christen und Israeliten: an jedem Sonntagnachmittag von 4 bis 5 Uhr im Brüdersaal zu Breslau (Vorwerkstraße Nr. 28). Dies Blatt erscheint zweimonatlich in zwei halben Bogen. — Preis des Jahrgangs: 60 Pfennig. — Bestellungen nimmt an der Herausgeber: Pastor Becker in Breslau, Brüderstraße 3k, II. — In Kommission* Carl Dülfer's Verlag in Breslau. Druck von Carl Dülfer, Breslau, Palmstraße 5.